17 ter Tag
12 Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Von Longreach aus geht es auf dem Highway weiter nach Winton, nun noch ein Stück den Highway entlang nach Cloncurry, um dann etwa 15 km nach Winton auf die Straße nach Boulia links abzubiegen. Dieser Straße immer folgen, über Middelton kommt man dann nach Boulia



Bitte Karte klicken für Vergrösserung
Streckenlänge: ca.530 km
Streckenbeschaffenheit:
: alles geteerte Straßen, wobei die Strecke nach Boulia nur in der Mitte geteert ist und bei Gegenverkehr auf den Seitenstreifen ausgewichen weden muß. Alle Sehenswürdigkeiten können direkt von der Straße aus betrachtet werden, jedoch wenn man direkt hinfahren will, sind es nur Tracks, welche bei Trockenheit sehr staubig sind und nach Regenfällen zu waren Schlammgruben werden.

So, nun waren wir also in Longreach und wachten morgens in unserem Motel auf. Gestern Abend hatten wir uns noch das Frühstück bestellt, welches hier immer auf das Zimmer gebracht wird. In jedem Motelzimmer, ist eine kleine Luke, durch das das Personal das Früchstück zur angegebenen Zeit einfach in das Zimmer schiebt. Echt eine angenehme Art das Frühstück zu bekommen. Meine Frau hatte sich für Ham und Eggs entschieden und ich nahm das was viele Aussies hier im Outback morgens zu sich nehmen. Ein Steak mit Eggs. Morgens um 8 Uhr schon ein Staek. Nun, wir nahmen unser Frühstück zu uns ( im Bett) und ich muß sagen, ein doch etwas heftiges Frühstück, morgens gleich ein Steak zu verdrücken. Langsam aber sicher machten wir uns fertig um weiter zu kommen. In Longreach war das Quantas Museum, also die Geburtsstätte der heutigen Fluggesellschaft Quantas. Quantas heißt übrigens Queensland and Nothern Terretory Air Service. Hier gab es nun einiges über die Geschichte der Fluggesellschaft zu sehen und zu hören. Von der Gegenwart bis hin zu den Anfängen um 1920. Man mußte damals schon ein großer Pionier sein, um hier eine Fluggesellschaft zu Gründen. Nachdem wir nun das Museum besichtigt hatten, welches übrigens direkt am Flughafen von Longreach ist, wollte ich Sweety noch dazu überreden, einen Helicopterrundflug mitzumachen. Ein Senicflight kostete hier 50 $ pro Person, also ein durchaus günstiger Preis. Doch leider war Sweety nicht dazu zu bewegen, in einen Heli einzusteigen. So gingen wir erst einmal in die Stadt. Eine kleine Stadt wie so viele in Australien. Da Sweety komplet abgebrannt war, liefen wir also zuerst einmal eine Bank an und Sweety wurde wieder flüssig, mit dem Resultat, das es sofort ab in den erstbesten Store ging. Zum Glück gab es hier nicht viel und so konnten wir unser Tour schnell fortsetzen. Es ging nun erst einmal nach Winton, der Heimatstadt der heimlichen Nationalhymne Australiens, Waltzing Mathilda. Hier gab es ein richtiges Waltzing Mathilda Center und Sweety wollte unbedingt eine Cassette mit diesem Lied haben. Doch es dürfte wohl der schwärzeste Tag im Leben dieses Waltzing Mathilda Centers gewesen sein. Alles rühmt sich hier, der Geburtsort des Liedes zu sein, alles ist hier auf dieses Lied aufgebaut und es ist wohl der Tourismusmagnet dieser kleinen Ortschaft, da es sonst hier nichts gibt, aber sie hatten im ganzen Ort keine einzige Cassette mit dem Lied mehr. Das war schwach. So nahmen wir hier nur noch einen Caffee und fuhren weiter. Kurz hinter Winton, gab es eine kleine alternativroute nach Mount Isa,, der auf dem Straßenschild groß als Senic Route angepriesen wurde und da ich ehrlich gesagt die Schnauze gestrichen voll davon hatte immer diesen stupiden Highway zu fahren, bogen wir auf diese kleine Nebenstraße nach Boulia ein. Ein kleines geteertes Sträßchen zum Rand des Outbacks, denn nach Boulia kommt die Wüste. Die Strecke am Highway ist mit der Zeit schon sehr eintönig, immer nur flache Landschaft, niedrige Gräser und kleine Bäume und Sträucher. Auf dieser Strecke sollten laut Karte kleinere Hügel kommen und somit eine Abwechslung. Auf dieser kleinen Nebenstrecke, welch kaum befahen ist, übergab ich nun Sweety das Steuer und es ging weiter Man sollte übrigens auf genügend Sprit achten, da hier die Tankstellen gut immer 200 km weit auseinander liegen. So ging es weiter, und die einzige Ortschaft, welche auf diesem Weg zwischen Winton und Boulia eingezeichnet war, war Middelton. Die Fahrt durch diese eigentlich sehr trockene Gegend des Outbacks hat schon irgenwie etwas. Überall diese rote Erde und dazwischen die niedrigen Gräser und Sträuchen. Wir erreichten Middelton und das was also Ortschaft in unserer Karte eingezeichnet war, erwies sich als ein einzelnes Gebäude immitten des Outbacks. Hier war alles in einem. Post, Pub, Restaurant, usw. Und die Einwohnerzahl hier? Sagenhafte 2 Einwohner zählte man hier. Wir Tankten noch einmal auf, obwohl es nicht unbedingt nötig war und im Pub genehmoigten wir uns och etwas kaltes zu trinken. Es war mittlerweile nämlich sehr heiß geworden. Ich unterhielt mich etwas mit dem Storekeeper und ein weiter Gast kam hinzu. Ein Farmer aus der Umgebung. Nur um ein kühles Bierchen zu trinken hatte dieser eine Strecke von 2 Stunden mit dem Auto zurückgelegt. Er erzählte uns, das er hier eine Farm it Kühen und Schafen hat, und das diese eine größe von 49 quadratmeilen haääte. Man, von solchen Dimensionen können unsere Bauern nur träumen. Hier werden die Kühe auch nicht in Ställen gehalten, nein, alles frei lebende Tiere. Die Unterhaltung hier war sehr interesant und am liebsten wäre ich hier noch ein paar Stunden sitzen geblieben und hätte mit dem Keeper und dem Farmer noch ein wenig as getrunken, aber wir mußten weiter, da meine Frau ja nicht in der freien Wildbahn übernachten will. Eines sollte ich noch erwähnen, hier hatte es seit April nicht mehr geregnet und 1 Tag, bevor wir hierher kamen, hatte es nachts kräftig geregnet. So wurde uns noch geraten, lieber auf der Straße zu bleiben, da es abseits dsoch sehr Mudy sei, also schlammig. So fuhren wir weiter und tatsächlich, es wurde immer Hügeliger. Doch waren es keine zusammenhängenden Hügel, wir zum Beispiel im Voralpenland, sondern immer einzelne Felsformationen mitten in der ebenen Landscjhaft. Es sah irgendwie aus, wie in der Grand Canyon Gegend der USA. Nur, das hier selbst die Felsen rot waren. Also versprach das Schild am Anfang der Strasse nicht zu viel. Es war wirklich ein Senic Drive und eine Abwechslung zum eintönigen Highway. Mein Frauchen fuhr immernoch und so konnte ich diese Lndschaft richtig geniesen. Durch die Regenfälle der letzten Tage, waren auch die Creeks hier teilweise gut geffüllt und so mancher Creek floß auch über die Straße hinweg. So kam es auch, das Sweety gleich zwei Flußdurchfahrten geboten bekommen hat. Eine kleinere, von nur 10 mtr und eine große von immerhin gut 30 mtr. So eine sauerrei, ich fuhr so viele Kilometer und bemühte mich immer um eine Flußdurchfahrt und bekam nie eine und sie fährt gerade mal 300 km bis jetzt in Australien und bekommt gleich zwei Durchfahrten in einer Gegend, wo normalerweise so gut wie nie Wasser ist. Wir erreichten Boulia gegen 18 Uhr und suchten uns eine Bleibe für die Nacht. Viel auswahl hat man hier nicht. Ein Hotel und ein Motel, das wars. Die Ortschaft zählt auch gerade mal 300 Einwohner und somit ist hier nicht viel zu erwarten dachten wir, aber wir wurden am nächsten Tag eines besseren belehrt. Wir gingen in das Motel, machten dann och einen Abstecher in das Hotel, welches auch gleichzeitig Restaurant und Pub war, um dort noch etwas zu essen. Hier hing auch ein Fernseher und als wir gerade über unserem Essen saßen, kam auf einem der Sender ein bericht über dieses Kaff hier, Boulia. In diesem Bericht war immer wieder von einem seltsamen Licht die Rede, vom Min Min Hotel und einigen alten Legenden. Aber es wurde nicht verraten, worum es sich eigentlich handelt. Viele der Pubbesucher sahen sich aufgeregt den Bericht im Fernsehen an und es wurde danach noch heftig darüber diskutiert. Gegen 10 Uhr verließen wir dann das Pub wieder und gingen zurück zum Motel und morgen wollten wir dann der Sache einmal auf den Grund gehen. Eines sei hier noch erwähnt. Sweety, fuhr bisher ca. 350 km hier in Australien, davon gut 300 km heute, das machte sie überhaupt nicht schlecht. Doch alleine auf diesen 300 km von heute, fuhr sie 4 Vögel platt und 2 Lizards (kleine Echsen von ca. 20 cm Länge). Ich fuhr bisher gute 4000km, teilweise durch ware Känguruhherden und Vogelschwärme und habe bisher noch kein einziges Tier nieder gemacht. Für diesen Massenmord möchte ich mich hier entschuldigen un d ich werde Sweety es schon noch beibringen, um die Tierwelt einen Bogen zu fahren.

Wetter: morgens bewölckt, gegen Mittag strahlender Sonnenschein und sehr warm, ca. 30 bis 35 Grad

Bitte Bild klicken für Vergrösserung