16 ter Tag
11 Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Von Sapphire geht es erst einmal nach Rubyvale, dann wieder zurück bis nach Anakie. Hier rechts auf den Capricorn Highway Richtung Alpha, Jericho und Barcaldine. Hier in der Ortschaft der Beschilderung zum Australien Heratige Workers folgen. Nach der Besichtigung wieder auf den Capricorn Hghway Richtung Longreach.



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Streckenlänge: ca.400 km
Streckenbeschaffenheit:
Alles geteerter Highway

Heute wollten wir als erstes eine der Saphierminen besuchen um einmal zu sehen, wo man überhaupt Saphiere finden kann. Shannon, welche wir ja gestern Abend kennengelernt hatten, empfahl uns die Miners Heritage in Rubyvale uns so machten wir uns auf den Weg dorthin. Nachdem wir es in Rubyvale gefunden hatten, parkten wir unseren Jeep und begaben uns zum Eingang der Unterirdischen Mine. Nun, nach dem obligatorischen Eintrittgeld, bekamen wir eine Privatführung, es war ansonsten ja sowieso niemand da, von einer sehr netten älteren Dame. Die Mine, welche hier zur Besichtigung freigegeben ist, wird heute nicht mehr aktiv betrieben und ist nur noch für touristische Zwecke dar. Obwohl es hier immer noch Saphiere zu finden gibt, aber nicht mehr genügend große, so das sich ein Abbau wirklich lohnen würde. Die Dame erklärte uns erst einmal, wonach hier eigentlich gesucht wird und wie das, was man eigentlich zucht, aussieht. Saphiere sehen im Rohzustand eigentlich aus wie Glasstücke. Die Farben kommen von der unterschiedlichen Zusammensetzung der Steine. Ich dachte immer, das solche Edelsteine einfach so in der Erde liegen und das man die Erde praktisch durchsieben muß um die Steine zu finden. Prinzipiell ist das zwar richtig, aber die Schicht, in welcher die Edelsteine liegen, ist verdammt schmal. Entstanden sind diese Edelsteine einmal dadurch, das am Grund eines Flußes sich verschiedene Mineralien und Eisen abgelagert hatten. Durch vulkanische Aktivität, floß glühende Lava darüber und verschmolz diese Stoffe zu einem Mineral. Durch die verschiedenen Eisenstoffe, bekommt der Saphier auch seine Farbe, je nachdem wieviel von einem Eisenstoff enthalten ist, ist er rot, blau, gelb oder sogar weiß. Im Laufe der Zeit, verschwand der Fluß gänzlich und es lagerte sich immer mehr Material auf dem ehemaligen Flußbett ab und bildete eine Basaltschicht von vielen Metern. Durch diesen Druck, entstand nun der eigentliche Saphier. Die kunst ist es nun, diese ehemaligen Fluß oder Seegebiete zu finden, hinunter zu graben, durch die Basaltschicht, um an den sogenannten Wash zu kommen. Dieser Wash, in welchem nun die Saphiere liegen, ist nicht sonderlich tief, er hat meistens nurt eine höhe von ca 20cm bis 1 mtr. Also eine sehr kleine Schicht. Dannach kommt meistens Granitboden. Um nun zu dem Wash zu kommen, budeln sich hier die Leute erst einmal bis zu 30 Meter senkreht hinunter . Wenn sie auf Granitboden stoßen, war es nichts, aber wenn sie Glück haben, stoßen sie auf eine Washschicht und dieser folgen sie dann. Alte Fotos und auch noch teile in der Mine zeigen einem sehr gut, wie es damals gewesen sein muß. Ein Loch, gerade mal 50 cm im Durchmesser, senkrecht hinuter, dann dem Wash folgend, ein waagrechter Schacht, gerade mal so hoch, das man hindurchkriechen kann. Heutzutage wir aber nicht mehr so gearbeitet. Heute wird entweder übertage mit großen Maschinen so lange die Basaltschicht abgetragen, bis man an den Wash kommt, oder es werden Probebohrungen vorgenommen und wenn etwas gefunden wird, wird mit modernem Gerät ein Stollen in den Boden getrieben und dann Untertage abgebaut. Die Dame erklärte uns dies alles und Zeigte uns diese Mine in seiner fast gesamten Größe. So waren wir immerhin 30 min untertage unterwegs. Nach der Führung konnten wir unser Glück dann mal selber versuchen. Am Eingang zur Mine standen Eimer mit Erde und alles was man zum Waschen brauchte. Hier trafen wir den auch Shannon wieder, und die zeigte uns erst einmal, wie das mit dem waschen überhaupt funlktioniert. Wer jetzt glaubt, alles Touristennepp, der irrt. Man muß nur ein gutes Auge haben und wissen wonach man sucht. Wir fanden in unserem Eimer voll Dreck immerhin 5 Saphiere, zwar nicht gerade den Großen, aber immerhin. Vielleicht kann unsere Freundin Bea, gelernte Goldschmiedemeisterin, ja was daraus basteln. Nun war es für uns aber an derv Zeit wieder ein Stück weiter zu fahren und so ging es wieder hinunter zum Capricorn Highway um weiter nach Barcaldine zu fahren. Hier legten wir nocheinmal einen kleinen Stop ein und besuchten das Workers Heritage Center of Australia, wo ein kleines Dorf aufgebaut wurde und einem sehr viel über die Geschichte von Australien erklärt wird. Hier kaufte sich dan Swety auch endlich mal einen australischen Outbackhut. Wir wollten noch weiter bis Longreach und so nahmen wir gegen 17 Uhr die letzten 100 km bis Longreach unter die Räder. Hier in Longreach suchten wir unsdann eine Bleibe für die Nacht und da es hier nur einen etwas bescheidenen Campingplatz gab, quartierten wir uns kurzerhand in ein Motel mit Restaurant und Poolbar ein. Hier nahmen wir dann auch ein gutes Dinner und einen kleinen Gutenachttrunk zu uns.

Wetter: Morgens stark bewölckt und gelegentlich heftige Schauer, später dann sonnig, ca 23-30 Grad

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