15 ter Tag
10 Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Von Injune aus geht es diesmal auf dem Highway entlang nach Rolleston, nach ca. 100km steht ein braunes Schild, hier ab zum Canovaran National Park. Diese 50 km bis zum Parkplatz des Parkes fahren. Wieder zurück zum Highway und links nach Rolleston. Direkt vor Rolleston dann links auf den Highway nach Springsure und weiter nach Emerald. In Emerald dann wieder links auf den Capricorn Highway Richtung Anakie. In Anakie rechts abbiegen nach Sapphier und Rubyvale.



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Streckenlänge: ca.400 km
Streckenbeschaffenheit:
Alles geteerte Straßen im guten Zustand, nur die letzten 20 km in den Canavaron National Park sind gute Gravelroad.

So, für heute stand nun der zweite Teil des Canavaron National Parks, die Canavaron Georg Section, auf unserem Plan. So starteten wir erneut von Injune aus, doch diesmal auf dem Highway hinauf Richtung Norden um zu dem Eingang des Parks zu kommen. Wir mußten nun erst einmal fast 100 km weit Richtung Rolleston fahren, bis wir zu der Abzweigung zum Park kamen. Dann ein kurzes Gravelroadstück, wieder geteert und dann wieder noch einmal 20 km Gravelroad. Doch im vergleich zum Vortag, einfach hervorragender Zustand. Hier fuhren auch bedeutend mehr Fahrzeuge, alles Ausflügler zum Park. Wir erreichten den Park um kurz vor 11 Uhr und wie schon erwähnt, muß man hier alles zu Fuß erkunden. So parkten wir unseren Bushcamper am Parkplatz und zogen los. Hier gibt es sehr viele Sachen anzusehen, doch alles ist nur über Bushwalks zu erreichen und es sind meistens einige Kilometer zu maschieren. Wir entschieden uns für das Ampiphteather, der Beschreibung nach ein großer, vom Regen ausgewaschener Kessel, im Sandsteinmassiv. Bis dorthin sollten es 4,6 km sein. Na, das würden wir wohl noch schaffen. Leider hatte es in der Nacht mal wieder geregnet und auch jetzt war es noch stark bewölkt. Trotzalledem, wir maschierten also los, ab über den Bushwalk. Laut Wegbeschreibung mußten wir 8 mal den kleinen Canavaron Goerg Creek, welcher sogar Wassere führte, überqueren. Um einigermaßen trocken über den Creek zu kommen, hatten die Parkranger große Steinbrocken in das Wasser gelegt und indem man von Stein zu Stein sprang, kam man trocken an das andere Ufer. Während wir so durch den Buch gingen, suchte ich mal wieder die Baumwipfel der Eucalyptusbäume nach Koalas ab, aber die blöden Viecher waren einfach nicht zu sehen. Nach fast eineinhalb Stunden Fußmarsch, immer leicht bergauf, erreichten wir dann das Amphipteather, direkt am Fuße einer fast senkrecht in die Höhe gehenden Sandsteinwand. In diesem Massiv hatte sich ein gerade mal 1,5 Meter breiter Spalt von oben nach unten gebildet, der somit fast 200 Meter lang war. Also von der Spitze bis fast hinunter zum Grund, wo wir nun standen. Hier wurde von den Rangern eine gut 10 Meter hohe Stahlleiter in den Felsen befestigt, so das man hinauf zu dem Spalt gelangt. Wir kletterten also die Leiter hinauf und durch den Spalt führte ein kleiner Weg. Wenn man nun einige Meter in den Spalt gegengen war und sich nun umblickte, ergab sich ein sagenhaftes Bild. Man sah auf den Regenwald des Canavaron Georg und dieses Bild wurde umrahmt von den Steil ansteigenden Felsen. Wenn man nun den Weg durch den Spalt vortsetzte, gelangte man nach wenigen Metern in einen Kessel inmitten des Sandsteinmassives. Hier hatte der Regen in das Massiv einen fast Runden Kessel geschaffen, gut 100 Meter tief in den Stein mit einem Durchmesser von ca. 30 Metern. Es ergab sich hierdurch eine Akkustik in diesem Kessel, die einem Halleffekt gleichkommt. Am Grund des Kessels wuchsen große Farne und ein kleines Parkbänkchen lud hier zum verweilen ein. Wir setzten uns und genossen diesen Anblick evor wir uns wieder auf den Rückmarsch machten. Da es nun immer leicht bergab ging, war der Rückmarsch bedeutend einfacher. Nur das es langsam mal wieder zu regnen begann war icht gerade schön. So maschierten wir etwas schneller um nicht pitsch naß zu werden. Doch es hörte auf langsam zu regnen und begann schneller zu regnen um schließlich in einen Schauer überzugehen. Mist. Doch der Vorteil eines Regenwaldes ist eben der, das das meiste Regenwasser schon von den Bäumen afgefangen wird und so wurden wir nicht allzu naß. Als wir unseren Camper erreichten, saßen dort gerade wieder einmal eine kleine Känguruhherde und ließ sich das frische Gras munden. Aus dem Beutel eines Tieres schaute immer wieder ein kleines Babykänguruh heraus und wenn sich Mutter hinunterbeugte um wieder etwas Gras zu sich zu nehmen, nahm es auch ein Maul voll, sofern es etwas erwischte. Wir fuhren nun weiter, schließlich wollten wir noch heute nach Emerald und den Gemfields. So düsten wir wieder los um zum Highway zurück zu kommen und als wir diesen erreichten, fuhren wir geradewegs nach Emerald. Unterwegs kamen wir gerade mal durch zwei Ortschaften, welche aber wir ausgestorben wirkten. Alle Stores zu, welcher Tag war denn eigentlich heute? Sonntag, alles klar, hier auf dem Land scheint den Leuten der Sonntag auch heilig zu sein. Gegen 16 Uhr erreichten wir dann Emerald, und suchten uns als erstes mal ein kleines Bistro um einen Caffee und Aussieburger zu uns zu nehmen. Man, was waren das für Burger. Da war wirklich alles daruf. Hackfleich, ein Stück Steak, Schinken, Ei, Salat, Käse, Ananas, Tomaten und rote Beete. Die dinger waren so groß, das man sie nicht einmal mehr in den Mund bekommen konnte. Frisch gestärkt gingen wir dann noch schnell in einen geöffneten Supermarkt um unsere Vorräte wieder aufzufüllen und dann ging es weiter zu den noch ca. 70 km entfernten Gemfields, wo wir übernachten wollten. In Sappier angekommen, suchten wir uns einen Campingplatz, welcher auch Cabins hatte, da wir mal wieder in einem richtigen Bett schlafen wollten. Wir fanden auch einen ganz hübschen, etwas versteckt und somit nicht einfach zu finden. Hier bekamen wir unsere Cabin, gebaut aus lauter Felsbrocken, welche alle aus den Gemfields stammten. Ein Gemfield ist übrigens eine Edelsteinmine. Hier buddeln viele Abenteuerer und auch große Unternehmen die Erde nach Opalen und Saphiren um. Wer übrigens viel Zeit hat, kann sein Glück hier selbst versuchen. Für nur 100 $ bekommt man hier eine Schürflizens und ein Claim für die Dauer von 2 Monaten. Könnte lukrativ sein, wenn man was findet. Wenn nicht, war es auf jedenfall ein Erlebnis. Abends saßen wir noch vor unserer Cabin und die Nachbarin kam noch auf einen kleinen Smalltalk vorbei. Wir redeten über dies und das, über Darwin, wo sie 3 Jahre lang gelebt hatte, Sydney und die Tierwelt von Australien. Sie bestätigte übrigens auch anhand der Bilder, das es sich um ein Enchidia gehandelt hatte, welches wir auf unseren Rückweg von Mount Muffin gesehen hatten. Sie sagte, das wir großes Glück gehabt hätten eines zu sehen. Eine kleinigkeit gibt es noch zu erwähnen. Durch den Regen in diesem Gebiet, welcher für diese Jahreszeit ungewöhnich war, erwachte natürlich auch die Tierwelt aus ihrem Trockenzeitenschlaf. Natürlich auch die kleinen grünen Frösche. Und es kam wie es kommen mußte, wir hatten einen in unserem Bad in der Cabin. Einen? Nein, gleich 3 Stück. Davon war meine Frau überhaupt nicht angetan und ich hatte einiges zu tun, die Tierchen einzufangen und nach außen zu befördern. Auch einen kleinen Gecco fand ich bei dieser Jagd und auch dieser mußte die Cabin verlassen. Hier in der doch etwas abgeschiedenen Wildnis muß man eben mit so etwas rechnen. Mich stören diese Tierchen nicht. Morgen wollen wir uns noch die Gemfields ansehen und dann weiter Richtung Norden fahren und wir hoffen, das das Wetter wieder besser wird. Bisher hatten wir nicht gerade das beste Wetter und sind dadurch natürlich etwas enttäuscht.

Wetter: stark bewölkt, teilweise Regen, ca. 20 bis 23 Grad

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