14 ter Tag
9 Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Von Injune aus links ab zum Mount Muffin Nationalpark ( Teildes Canavaran Nationalparks), Der Gravelroad immer folgen, nach 150km erreicht man dann den Nationalpark. Hier den Rundkurs nehmen, über die Rangerstation weiter nach West Branch. Kurz hinter der Abzweigung zur West Branch geht es dann rechts weg zur Kenniff Cave und zum Top Shelter Shed. Wieder zurück auf den Rundkurs und diesem folgen zum Marlong Plain, Lot!s Wife und Marlong Arch. Nun kommt man wieder am Anfang des Rundweges herraus, hier dann wieder rechts fahren und die ganze Strecke nach Injune zurück. Es gibt keinen anderen Weg.



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Streckenlänge: ca.450 km
Streckenbeschaffenheit:
Alles Graveroad oder Piste, die gesamte Strecke, außer dem Stück hinauf zu Kenniff Cave und Top Shelter Shed, ist zwar für alle Fahrzeuge freigegeben, aber es ist nicht zu empfehlen mit einem normalen Fahrzeug diese Strecke zu fahren. Sie ist teilweise sehr sandig, gelegentlich felsig und sehr ausgefahren. Unbedingt auf Wildwechsel achten (Känguruhs und Emus), sowie auf die Rindviecher (wandelnde Steakhäuser) der Rancher.

Unser Tag begann heute um kurz vor 8 Uhr. Wir wollten möglichst schnell heute los, da wir ja den Canavaron National Park besuchen wollten. Zuerst liefen wir die Information von Injune an um uns die nötigen Informationen und Karten zu besorgen. Dieser Nationalpark ist in zwei große Teile unterteilt, den Canavaron Georg und den Mount Muffin. Wir hofften, das man uns in der Information sagen würde, das es möglich ist, von einem Teil in den anderen hinüber zu fahren, ohne wieder außen herum zu müssen. In der Information wurden wir mal wieder freundlichst begrüßt, wir bekamen sogar kostenlosen Caffee, aber leider wurde uns gesagt, das es keinen Weg vom Mount Muffin hinüber zum Canavaron Georg gibt. Das war übel. Das Problem ist, Injune liegt am nördlichen Ende des gesamten Nationalparks, zum Mount Muffin hinüber muß man an der westlichen Seite entlang fahren, zum Canavaron Georg an der östlichen Seite um zu den jeweiligen Eingängen des Nationalparks zu kommen. Nun waren das jedoch jeweils 150km einfache Strecke, und zum Mount Muffin hin war es auch noch eine sehr schlechte Gravelroad. Wir überlegten hin und her. Eigentlich wollten wir beide Parks besichtigen. Im Mount Muffin konnte man alles abfahren und es gab auch einige Strecken nur für Alradfahrzeuge, wobei man eigentlich sagen muß, schon der Hinweg ist fast nur mit einem Allradfahrzeug zu machen. Im Canavaron Georg mußte man alles zu Fuß erkunden, also lange Fußmärsche durch den Bush unternehmen. Wir entschieden uns erst einmal zum Mount Muffin zu fahren, dort alles zu erkunden und dann wieder zurück nach Injune zu fahren. Wenn dann noch Zeit seien sollte, wollten wir noch ein Stück hinauf zum Canavaron Georg fahren und diesen morgen besichtigen. So düsten wir los, nahmen in einem Take Away Laden noch ein paar Sandwiches mit und ab ging die Post. Anfangs war es eine noch ziemlich gute Gravelroad und ich fragte mich schon, wieso die Dame der Information sagte, das man gute 2 Std braucht um die 150 km bis zum Parkeingang zurückzulegen. Doch wir bekamen es bald zu spüren. Diese Straße, oder besser gesagt Piste, ist zwar für alle Fahrzeuge freigegeben, aber mit einem normalen Fahrzeug würde ich es hier besser nicht probieren. Spätestens mit beginn der etwas felsigeren Gegend, würde hier bei den meisten Fahrzeugen die Achse aus dem Fahrzeug fliegen und die Ölwanne ihren Inhalt auf der Straße hinterlassen. Und noch etwas kam dazu, Wild und Rinder. Hier sahen wir auch wieder Massen von Känguruhs und Emus. Besonders aufpassen mußten wir immer dann, wenn junge Kälber an der Straße standen, die rennen nämlich plötzlich völlig planlos los und ehe man sich versieht, hat man eines auf der Motorhaube sitzen. Während wir also diese Piste so entlangfuhren, stellte ich mir immer wieder vor, wie so ein Rindvieh wohl zwischen einer Semmel aussehen würde. Man laufende Steakhäuser. Lecker. Da es auch hier schon längere Zeit nicht mehr richtig geregnet hatte, waren alle Flußläufe ausgetrocknet und somit wurden wir hier vor keine großen Aufgaben gestellt. Obwohl es sicherlich interesant gewesen wäre, mal wieder einen kleinen Fluß zu durchfahren. So erreichten wir schließlich Mount Muffin und fuhren zuerst einmal zur Rangerstadtion um uns hier nocheinmal über die Möglichkeiten zu Informieren. Hier lagen Bücher mit Fotographien der zu sehenden Tiere aus und beschreibungen zu jedem einzelnen. Auch Koalas soll es hier geben. Durch den Nationalpark führt eine Ringpiste, von der aus man immer wieder Abstecher zu verschiedenen Punkten machen kann. Und alle mit dem Fahrzeug. Auch 4 Campingareas gibt es hier, alle mit Toiletten und Wasserversorgung. Aber weit weg von jeder Zivilisation. Also nichts für meine Frau, vorallem nicht, da sie in der Rangerstation gesehen hat, das es hier auch 4 verschiedenen Schlangenarten gibt. Ich für meinen Teil wäre gerne eine Nächt hier geblieben, am liebsten am Kenniff Lookout. Aber was solls. Nun übergab ich meiner Frau das Steuer da ich hier intensiv Ausschau nach Koalas halten wollte. Das Tierchen fehlt uns noch, zumindest in freier Wildbahn. So fuhr sie denn die Ringpiste entlang und ich muß sagen, das machte sie echt gut. Umfuhr geschickt die großen und kleinen Felsbrocken, welche einem gerne die Reifen zerstören, manövrierte durch die Bäume und auch etwas schwerere Stellen am Track schafte sie wirklich gut. Am nördlichen Ende der Ringpiste kann man dann hinauf zu Kenniffs Cave fahren, 12 km harter Track und das taten wir denn auch. Ein Schild am Trackanfang weißt nochmals darauf hin, das hier Allrad dringend notwendig ist und das ist er auch. Der Weg führt über eine sehr felsige Landschaft immer auf und ab. An einer Stelle, wo man den Weg nach unten nicht mehr sehen konnte, mußte ich dann das Steuer übernehmen, gab es dann aber gleich wieder ab an meine Frau, als die Stelle gemeistert war. So kamen wir dann an Kenniffs Lookout vorbei, wo eine Campingarea ist. Von hier aus hat man einen hervorragenden Blick über die Landschaft. Es muß klasse sein, wenn man hier morgens den Sonnenaufgang beobachten kann. Wir fuhren weiter zu den Kenniffs Cave, wo es alte Hölenmalereien geben soll. Wir erreichten den Parkplatz in der nähe der Caves und von hier aus ging es ur noch zu Fuß weiter. Auf dem Schild stand aber leider nicht wie weit. Meine Frau weigerte sich hier durch den Bush zu wandern und so einigten wir uns darauf, das ich alleine gehe und sie in der Zwischenzeit einen Caffee macht, so das wir dann unsere Sandwiches und einen Caffee zu uns nehmen könnten. Ich maschierte also los und nach wenigen hundert Metern erreichte ich eine kleine Schlucht, deren Hänge steil und felsig nach unten abfielen. Der Weg zu den Caves ist hier leider sehr schlecht makiert, eigentlich überhaupt nicht und so kletterte ich erst einmal über die Felsen bis ich die Caves fand. Hier waren sie also, die Malereien der Ureinwohner. Ich betrachtete sie mir und irgenwie war ich überhaupt nicht beeindruckt. Aber was solls, dafür war die Landschaft hier um so beeindruckender. Wärend des gesamten Marsches suchte ich immernoch die Baumwipfel der Eukalyptusbäume nach Koalas ab, aber irgenwie hatte ich kein Glück. Ich ging wieder zurück zum Camper und wir nahmen unser kleines Lunch zu uns. Mittlerweile war es schon 3 Uhr und so brachen wir wieder auf. Schließlich wollten wir noch hinauf zum Lookout Top Shelter Shed. Meine Frau fuhr wieder und ich suchte weiter nach den Koalas. Aber ich muß sagen, so langsam hatte ich die Schnauze voll mir den Hals nach diesen Viechern zu verrenken. Der Track stieg nun steil an und es ging auf irgendeiner Seite immer steil nach unten. Auch wurde der Track hier sehr steinig und meine Frau übergab nun mir lieber das Steuer. So bewältigte ich nun den Rest des Anstieges. Aber das geschüttel des Weges hatte sich wirklich gelohnt. Oben angekommen hatte man einen Ausblick auf den gesamten Nationalpark und am liebsten wäre ich hier einfach sitzen geblieben. Aber wir mussten weiter, wieder hinunter auf die Ringstraße. Es würde eh schon nicht mehr reichen, um noch bei Tageslicht bis nach Injune zu kommen. So brachen wir nach einem kurzen Päuschen wieder auf, trafen noch auf zwei Emus, welche uns leicht verdattert ansahen und die Flucht ergriffen, um hinunter zu fahren. Als wir wieder auf der Ringpiste angekommen waren, konnten wir wieder etwas schneller fahren, was heißt schneller, mehr als 50 km/h waren hier trotz Allrad und Sperre auch nicht drin, aber wir kamen vorwärts. Unterwegs kamen wir noch an unzähligen Känguruhherden und vielen Emus vorbei und erreichten dann Marlong Arch. Hier spannt sich ein Felsbogen zwischen zwei Kleineren Bergen. Wir hatten aber nur noch Zeit für eine kleine Besichtigung und mußten dann gleich weiter. Hier kreuzte nun eine Emufamilie unseren Weg, Mutter mit 7 Küken, wobei die Küken schon so groß wie ausgewachsene Hennen sind. Wir bekamen hier wirklich einges zu sehen. Nun mußten wir aber Gas geben und wir verließen den Nationalpark wieder auf dem Weg, welchen wir gekommen waren. Es war schon kurz vor 5 Uhr und wir hatten noch gute 150km schlechte Gravelroad vor uns. Zudem war mal wieder damit zu rechnen, das mit der Dämmerung Massen von Känguruhs unterwegs sein würden. Und so war es auch, hunderte von Känguruhs. Dadurch mußte ich unsere eh schon geringe Geschwindigkeit noch weiter herunter nehmen, sonst hätte ich bestimmt einige der Viecher als Kühlerfigur gehabt. Die Tiere schauen dich an und springen dir einfach vor das Auto. Fast hätte ich eines trotzdem erwischt, aber es entschloß sich dann doch lieber dazu weiter zu leben. Manchmal hat man das Gefühl, es handelt sich um Selbstmörderkänguruhs. Auf etwa der halbe Strecke nach Injune, bemerkte ich am Straßenrand ein etwas seltsames Tier, es sah fast wie ein Igel aus. Ich stoppte und sah mir das Tier genauer an. Eine gewisse ähnlichkeit mit einemm Igel, doch eine sehr lange spitze Schnauze. Das muß ein Echinida sein. Na also, wieder ein Tier der australischen Tierwelt gefunden. Auch meine Frau kam schon mit dem Foto gerannt und das Tierchen merkte wohl, das von uns keine Gefahr ausging und stand brav Modell. Das wir auch dieses Tier zu gesicht bekommen, hätte ich nie geglaubt. So, nun aber weiter. Es wurde mittlerweile schon dunkel und ich wollte es eigentlich vermeiden, den Rest der Gravelroad nachts zu fahren. Aber es blieb nichts anderes übrig. So erreichten wir Injune gegen kurz nach 19 Uhr und eine der Foodstores hatte noch offen. So ab es noch einen schnellen Burger und dann beschlossen wir, nocheinmal hier den öffentlichen Campingplatz anzulaufen für diese Nacht. Für eine Weiterfahrt war es einfach schon zu spät.

Wetter: teilweise bewölkt, aber sehr warm, ca.30 Grad.

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