4 ter Tag
Shoppingtour durch Sydney


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Wir wachten gegen 8 Uhr wieder auf und der erste Blick durch die Balkonfenster enttäuschte uns gewaltig. Es hatte in der Nacht geregnet und es war immernoch stark bewölkt. Mist, genau das wollten wir eigentlich nicht sehen. Nun gut, es war nunmal so. Wir machten uns also erst mal frisch und genossen dann ein ausgibiges Frühstück im Wintergarten unseres Hotels. Gegen 11 Uhr machten wir uns dann auf , trotz das es mitlerweile leicht zu Nieseln begonnen hatte, um zu Paddys Market in der Nähe von China Town zu gegen. Die Victoria Street hinunter, die Treppen hinunter zum Woolloomoolaa Bucht, die Treppen wieder hinauf zum Botanical Garden, diesen durchquert und rein in den Central District. Nun noch die Gorge Street hinunter bis nach Chinatown. Alles in allem ein Fußmarsch von gut 40 min. Und das bei mir, ich, der sogar zum Bäcker um die Ecke normalerweise mit dem Auto fährt. Es hatte auch das Nieseln aufgehört und es war nur noch bewölkt. Und wieder eine Enttäuschung, Paddys Market hatte zu, nur geöffnet an Donnerstagen bis Sonntag und heute ist Mittwoch. So ein Mist. Aber direkt über Paddys Market ist zum Glück noch eine Mall. So gingen wir also erst einmal dort hinein. Meine Frau konnte Ihre Shoppingtour beginnen und zum Glück stand für mich fast vor jedem Laden in der Mall eine Bank, so das ich mich zumindest setzen konnte. Meine Frau durchstöberte eine gute Stunde die Läden in dieser Mall, bevor wir diese wieder verlassen konnten. Nun gingen wir weiter Richtung Darling Habour, vorbei an den zahllosen Kneipen und Restaurants, wieder durch eine Mall, um schließlich vor dem Sydney Aquarium zu landen. Hier gab es nun erst mal einen Caffee am Kiosk. Bitte Bild klicken für Vergrösserung Wir überlegten uns das Aquarium zu besuchen, aber der Eintrittspreis von 20$ schreckte uns ab. Außerdem hatten wir letztes Jahr schon ein Aquarium besucht und wir versprachen uns somit von diesem nicht viel mehr. So machten wir uns wieder auf in die City und durchstöberten noch einige Läden und Malls. Gegen 16 Uhr 30 beendeten wir dann schließlich die Shoppingtour und spazierten hinunter zum Opera House. Hier tranken wir dann noch einen Caffee Latte und gingen dann durch den Botanical Garden zurück zum Hotel. Es war mittlerweile schon 19 Uhr geworden und ich wollte ja am Sydney Night Skate mitmachen, der an diesem Abend stattfinden sollte (wie übrigens an jedem Mittwoch). Ich rief als erstes Tom, den Organisator des Skates an um ihn nach dem Zeitpunkt des Treffens zu fragen. Da das Wetter mittlerweile wieder besser geworden war, konnte es noch ein schöner Abend werden. Tom sagte mir, das sich alle um 8 Uhr in der Maquarie Street am Eingang zum Botanical Garden treffen und er sich schon darauf freut mich zu sehen. Meine Frau lehnte dankend ab. Sie sagte, ich könne ruhig gehen und ich sollte sie anrufen, wenn der Skate vorbei ist und wir noch etwas trinken gehen würden. So zog ich dann alleine los um mich mit den Skatern zu treffen. Am Palace Gate angekommen waren auch schon die ersten da und als ich mir so ansah, wie die fuhren, bekam ich doch meine zweifel ob ich überhaupt mithalten könnte. Nicht das ich gerade zu den Anfängern gehörte oder recht langsam wäre, aber die Verrückten sprangen über Treppen, machten Slides und fuhren im warsten Sinne "aggresive". Langsam trafen immer mehr Skater ein und meine Hoffnung wuchs, das ich doch nicht wie ein blutiger Anfänger dastehen würde. Es wurde dann eine Gruppe von 30 Skatern, wovon etwa 15 richtige Profis waren. Um 8 Uhr 30 ging es dann los und den Speed, der hier vorgelegt wurde, der war hoch, verdammt hoch. Mitten durch die City, Richtung Flughafen ging es, auf Rote ampeln wurde keine Rücksicht genommen, die Profis furen auch nicht auf dem Gehsteig, nein, meistens auf der Straße zwischen den Autos, und sie waren meistens schneller als die Autos. Wir anderen fuhren auf dem Gehsteig, im Slalom zwischen den Fußgängern hindurch, und das mit ziemlichen Speed. Nach einigen Kilometern wurde sich immer wieder gesammelt und es ging weiter. Als es aus dem Citydestrict hinaus ging, wurde fast nur noch auf der Straße gefahren, zum Glück war hier auch fast kein Verkehr mehr, und der Speed wurde abermals erhöht. Auf einer fast 4 Kilometer langen Busspur, nutzten einige den Windschatten von vorbeifahrenden Bussen, und blieben so direkt hinter diesen und fuhren somit fast 60 km/h.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Man was sind das für Verrückte, aber alles nette Verrückte. Und die Gruppe hat einen guten Zusammenhalt. Einer der Profis fuhr immer als letztes und so blieb niemand zurück. Ich konnte mich zwar immer im Mittelfeld halten, aber manchmal wurde es mir dann doch fast zu schnell. Es ging dann immer leicht bergauf, wo wir waren, wußte ich schon lange nicht mehr, denn die Karte von Sydney, welche ich mit hatte, endete auf Höhe Central Station. Ein anderer Skater zeigte dann auf die Karte, eigentlich nicht auf die Karte sondern etwa 10 cm unter die Karte und sagte nur, "we are here now" und grinste dabei. "Well, I hope that I still in Sydney and I need no Plane to come back to my Hotel" antwortete ich ihm und er lachte. Tja, nachdem es ja immer bergauf ging, kam nun das Downhill. Und das war Downhill. Ein guter Kilometer und das mit gut 8% Gefälle. Die Profis sprangen auf die Straße und gaben Speed. Sie überholten Autos und ließen es richtig Krachen. Man, die haben doch keine Chance wenn sie mal schnell abbremsen müßten, dachte ich mir und ich fuhr auch los. Ich ließ es jedoch nicht einfach laufen, sondern bremste immer wieder auf eine halbwegs vernünftige Geschwindigkeit ab. Auch einige andere taten es so und somit war ich zumindest nicht der Langsamste. Unten angekommen, war die Stimmung natürlich rießig. Eine sehr kurze Pause, bis alle wieder zusammen waren und weiter ging es. Einige begannen nun damit, sich an fahrende Autos anzuhängen und ließen sich so mitziehen. Das müssen Irre sein, dachte ich, aber nette Irre. Und es kam noch besser. Der nächste Downhill stand an, nicht so lang wie der erste, aber dafür deutlich Steiler. Bevor es hinunter ging, bekam ich noch eine Warnung vor einer Tankstelle auf der hälfte der Weges, wo immer wieder Autos herraus kommen würden und einer T-Kreuzung am Ende der Strecke, aber ansonsten wäre es kein Problem. Tom sagte noch, das hier die besten Geschwindigkeiten erzielt werden könnten, bis zu 80km/h. Na denn mal los, dachte ich mir.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Ich rasete zwar nicht in einem solchen Tempo hinunter wie die Profis, aber es war doch verdammt schnell. Man war das Klasse. Das einzige was hier störte, waren die Autos, die Ampeln (welche einfach ignoriert wurden), und das am Ende der Strecke eine T-Kreuzung kam. Als wir dann alle unten angekommen waren, ging es weiter zur Central Station. Hier wurde die Unterführung genommen, nicht weil es einfacher zu fahren war, sondern die Profis wollten die Treppen hinunter fahren oder sogar springen. Alle anderen gingen die Treppen halt hinunter. Wir waren nunmehr schon über 2 Std unterwegs und erreichten langsam Darling Habour. Hier endete diese Skatenight nun auch, wir kehrten noch in eine der zahllosen Kneipen auf ein kurzes Bier ein und die Gruppe löste sich nun langsam auf. Einer der Teilnehmer bot an, mich bis in die Victorian Street in seinem Auto mitzunehmen und ich nahm dankend an. Wir zwei skateten noch zu seinem Auto in die Georg Street und er fuhr mich ins Hotel. Meine Frau wartete schon auf mich, es war nun schließlich schon fast halb zwölf und sie hatte noch Hunger. Ich zog mich schnell noch um und wir gingen noch einmal zum Kings Cross hinauf um in einer der Kneipen noch etwas zu essen. Als wir dann endlich wieder im Hotel waren, war es mittlerweile schon 1 Uhr und mein einziger Gedanke war nur noch: Ab ins Bett.

Wetter: Morgens Nieselregen, zum Abend hin immer freundlicher. 16 - 22Grad