22 ter Tag
18 ter Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Den Regenwald auf der gleichen Strecke nach Tarzali verlassen und dann wieder nach Malanda. In Malanda links abbiegen nach Atherton. Bis Atherton fahren und dann am Ortsanfang rechts nach Mareeba abbiegen. Der Straße bis nach Mareeba folgen und in Mareeba Richtung Kuranda nach rechts abbiegen. Von Kuranda aus weiter Richtung Cairns bis man wieder auf den Bruce Highway trifft ( direkt an einem großen Einkaufszentrum). Hier nun nach links in Richtung Port Douglas und Mossmann. An Palm Grove vorbei bis Elli Beach.



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Streckenlänge: ca. 260km
Streckenbeschaffenheit:
Alles gute geteerte Straßen

Ich wachte morgens gegen 6Uhr30 auf. Ich schaute aus dem Schlafzimmerfenster und sah den durch die Morgensonne erleuchteten Wald. Die Bäume und Sträucher schimmerten in einem satten grün und die Tauperlen, welche sich im Regenwald nachts auf den Blättern bilden, spiegelten die Sonnenstrahlen. Die Vögel sangen auch bereits wieder ihre Lieder und ich mußte einfach aufstehen. Man muß dazu wissen, eigentlich bin ich jemand, der am liebsten erst mal eine Tasse Kaffee im Bett trinkt und ich stehe eigentlich auch ungern morgens so früh auf. Aber hier trieb es mich förmlich aus dem Bett. Meine Frau war auch schon auf und wir tranken unseren Morgenkaffee auf der Veranda, dazu noch ein paar Scheiben Toast und schon war das Gefühl der totalen Entspannung wieder da. Da man die Tiere im allgemeinen am besten abends oder früh morgens beobachten kann, beschloß ich nochmals mein Glück zu Versuchen einen Playtypus zu sehen. Ich ging diesmal alleine, wieder den Bushwalk zum Playtypus Rock. Ich kletterte zum Ufer des Creek hinunter und legte mich auf die Lauer.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Fast eine Stunde lang beobachtete ich das Wasser. Nichts, dieses blöde Vieh wollte sich einfach nicht zeigen. Ich gab es auf. Als ich mich herumdrehte, saß direkt hinter mir das kleine Känguruh von gestern. Ich weiß nicht wie lange es schon da saß, es erstaunte mich jedoch, das ich es nicht gehört hatte. Ich beschloß dann doch noch ein wenig da zu bleiben und das Wasser zu beobachten und das Känguruh wollte anscheinend auch mal einen Playtypus sehen, denn es blieb bei mir sitzen, keine 30cm von mir entfernt. Gelegentlich streichelte ich es mal, und wir beobachteten weitere 10min lang das Wasser. Jetzt konnte mir das Playtypus endgültig gestohlen bleiben. Ich wendete mich wieder dem Bushwalk zu um zum Treehouse zurückzukehren. Kletterte die Böschung hinauf und folgte dem Bushwalk. Das Känguruh brauchte nicht zu klettern, ein Satz und es war oben. Es folgte mir die nächsten 100mtr. Hier kamen uns dann die Leute des Nachbartreehouse entgegen. Sie sahen mich und das Känguruh aus etwa 10mtr Entfernung und hielten sofort inne und zückten ihre Kameras. Aber sie kamen nicht näher. Das Känguruh schaute zu den Leuten hinüber und schien sich zu wundern, das sie uns nicht weiter entgegen kamen. Ich winkte den Nachbarn und sagte: "come on, the känguruh do not run away when you come. You can touch it." Sie kamen vorsichtig näher. 2 Damen und ein Herr. Die Damen waren sehr entzückt über das possierliche kleine Känguruh und der Herr schoß ein Photo nach dem anderen. Sein Film war jedenfalls nach bereits 30sec voll und er mußte wechseln. Die Damen waren etwas zögerlich das Tier mal anzufassen, aber nachdem ich ihnen versichert hatte, das es nichts tut, obwohl ich mir da auch nicht immer so sicher war, streichelten sie es. Dem Känguruh gefielen diese Leute anscheinend, den ich mußte meinen Weg alleine fortsetzen. Ich kam dann wieder am Treehouse an und meine Frau war enttäuscht, das ich das Känguruh nicht mitgebracht hatte.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Zum Glück hatte ich es nicht mitgebracht, sie hätte es sonst bestimmt in den Koffer gepackt und mit nach Hause geschmuggelt. Ich setzte mich noch ein wenig auf die Veranda und fing wieder das Schreiben an. Wir hatten noch etwas Zeit, denn wir mußten das Treehouse erst um 10Uhr30 räumen und davon wollte ich jede Minute auskosten. So saßen wir da und genossen es einfach. Schade, das wir weiter mußten. Aber wir hätten das Treehouse sowieso nicht länger haben können, da es ja bereits vorgebucht war. So packten wir kurz nach 10Uhr unsere Sachen in den Camper und verließen dann unser Treehouse schweren Herzens. Wir mußten heute jedenfalls bis nach Cairns, da wir dort morgen unseren Camper abgeben müßten. Vorher wollten wir noch das Fahrzeug etwas reinigen und vorallem die Gravelroadspuren vom Unterboden des Campers mit dem Dampfstrahler entfernen. Wir verabschiedeten uns noch von Sandra und begaben uns wieder auf den Highway. Zuerst fuhren wir wieder zurück nach Malanda, dann ein Stück Richtung Atherton um dann nach Kuranda abzubiegen. Wir fuhren bis Kuranda durch, wir hätten zwar einige Wasserfälle und Seen noch anschauen können, aber davon hatten wir mittlerweile so viele gesehen, das wir keine Lust mehr hatten noch mehr anzusehen. Unser Ziel hieß Kuranda. Wir hatten in einer deutschen Fernsehsendung etwas über dieses Künstlerdorf gesehen und es führte eine Seilbahn, welche immerhin über 8km lang ist von Cairns direkt nach Kuranda und ebenso eine alte Eisenbahnstrecke. Ursprünglich hatten wir vor, mit der Seilbahn zu fahren und mit dem Zug dann zurück.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Als wir jedoch in Kuranda ankamen, mußte ich mit entsetzen feststellen, daß das Kaff nichts anderes war als ein Touristennepp. Die sogenannten Künstler waren alles hier hängengebliebene Ausländer. Europäer, Afrikaner und Asiaten. Von wegen nur von australischen Ureinwohnern hergestellte Sachen, alles Billigimporte aus Indonesien und China. Nur Nippes. Es war ein richtiger Touristennepp. Und die Fahrt mit der Seilbahn und der Eisenbahn sollte auch noch mal 75$ pro Person kosten. Nee, das grenzte an eine Unverschämtheit. So verließen wir Kuranda und steuerten das noch 40km entfernte Cairns an. 40km Straßenweg, Luftlinie nur mal 8km. Die Straße schlängelte sich nun steil das Tableland hinunter zur Küstenebene. Unten angekommen, gabelte sich der Highway nun. Einmal Richtung Cairns und der zweite Weg ging Richtung Port Douglas. Wir schlugen den Weg Richtung Port Douglas ein, da das Hotel in welchem wir noch 5 Tage relaxen wollten in dieser Richtung lag. Nach etwa 20km kamen wir dann nach Palm Grove, der Ort in dem der Hotelkomplex liegen sollte und auch lag. Am Ende der Ortschaft war unser Hotel. Wir waren aber noch einen Tag zu früh dran, den Camper hatten wir noch eine Nacht und das Hotel erst ab morgen. So suchten wir uns einen Campingplatz. Der in Palm Grove gefiel uns nicht und so fuhren wir weiter zum nächsten Beachort. Elli Beach. Dort fanden wir auch gleich einen Campingplatz. Auch nicht das ideale, aber es ging. Es war gerade mal 16Uhr als wir eincheckten.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Ich fragte nach einer Cabin und dem Preis und es wehte mich fast rückwärts zum Office heraus. Bisher hatten die besten und teuersten Cabins gerade mal 75$ gekostet, hier wollten sie für eine einfache Standartcabin glatte 110$. Ich lehnte ab und begnügte mich doch mit einem Stellplatz. Eine Cabin wäre halt praktischer gewesen, denn dann hätten wir all unsere Sachen gleich richtig einpacken können und das Fahrzeug gleich richtig saubermachen können. Aber was soll's. Wir stellten uns auf den Platz und ich fing erst mal an den Camper außen mit Politur abzureiben und die ganzen Teerflecken und eingetrockneten Insekten zu entfernen. Hier ist es nicht wie bei uns, das man das Fahrzeug einfach hinstellt und die Vermieterfirma das Fahrzeug reinigt, man muß ein gereinigtes Fahrzeug abgeben oder die recht teueren Reinigungsgebühren zahlen. Da sind dann schon mal schnell 300$ weg. Außerdem mußte ich die Spuren der Gravelroad und der anderen Pisten entfernen, das man diese Straßen eigentlich nicht fahren darf laut Mietvertrag. Doch wenn man sie nicht fährt, sieht man auch nicht so viel vom Land wie wir es gesehen hatten. Man muß bedenken, das etwa 75% der Straßen Australiens Gravelroad oder Pisten sind. Nur direkt an den Küsten sind geteerte Straßen. Aber wer will denn schon 3000km nur an der Küste entlangfahren, das wird sehr schnell eintönig. Außerdem sieht man dann doch gar nichts von dem landschaftlich wunderschönem Hinterland. Es half also nichts, putzen war angesagt und ich polierte das gesamte Fahrzeug ab. Außen und im Einstiegsbereich. Reinigte die Fenster, rieb die Kunststoffteile mit einem Kunststoffreiniger ein und gegen 19Uhr sah dann unser Camper wieder wie ein neues Fahrzeug aus.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Naja, fast neues. Er hatte schon einige Steinschläge abbekommen. An der Maske vorne, hinter den Rädern und einige an den Seiten. Aber diese konnten überall entstanden sein. Wir hatten am Nachmittag noch etwas für ein BBQ eingekauft und gingen nun zu den BBQ-Tischen des Campingplatzes. Dieses BBQ hatten wir uns nach dieser Schufterei verdient. Schließlich hatten wir den gesamten Camper außen poliert und das bei 35Grad im Schatten. Wir machten unser BBQ und aßen gemütlich, spülten dann noch das Geschirr ab und gingen wieder zum Camper um uns noch etwas auf unsere Klappstühle zu setzen. Neben uns hatte sich noch ein weiterer Britzcamper eingefunden und wir unterhielten uns etwas mit den beiden Leuten. Es stellte sich heraus, das sie die gleiche Fahrtstrecke wie wir sie hatten, noch vor sich hatten, nur in die andere Richtung. Von Cairns nach Sydney. Wir zeigten Ihnen die Bilder auf dem Laptop und die Prospekte der Sehenswürdigkeiten, welche wir uns angeschaut hatten. Gaben ihnen noch einige Tips, was sie auf alle Fälle machen sollten und wo sie am besten nicht hingehen sollten. So wurde es schnell 23Uhr und wir verabschiedeten uns von ihnen um uns schlafen zu legen. Es war fast unerträglich warm, und ich wünschte mir eine Cabin mit Klimaanlage. Aber schließlich schliefen wir doch ein. Wie gerne wäre ich jetzt noch in dem Treehouse gewesen um den milden Abend im

Wetter: 30 bis 40Grad, sonnig