19 ter Tag
15 ter Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Zum Hafen: Vom Highway kommend rechts abbiegen nach Townsville, der Straße folgen bis es über eine Brücke geht, nach der Brücke die erste Möglichkeit rechts abbiegen, die nächste links und dann der Straße bis zum Hafen folgen. Auf Magnetic Island: Von der Picnicbay aus geht die Straße nach Osten. Dieser immer folgen um schließlich zur Horseshoe Bay zu gelangen. Kurz vor der Horseshoe Bay geht es links zu einem kleinen Tierpark mit Koallas. Von dieser Straße gehen auch verschiedene Bushwalks ab. Es ist die einzige geteerte Straße auf Magnetic Island.



Bitte Karte klicken für Vergrösserung
Streckenlänge: : Townsville ca. 25km Magnetic Island ca. 60km
Streckenbeschaffenheit:
Alles geteerte Straßen, die Straße auf Magnetic Island ist teilweise sehr bergig und kurvenreich, an der Nordküste kann man nur mit einem Allradfahrzeug am Strand entlang fahren.

Wir wachten irgendwie ziemlich gerädert am morgen auf. Wovon? Nun, auch in der Nacht kühlte es fast nicht ab. Wir hatten fast 30Grad in der Nacht und unser Camper war vom Tag davor auch noch ziemlich aufgeheißt. Die relativ hohe Luftfeuchtigkeit tat ihr übriges. Wir machten uns erst mal frisch und überlegten was wir mit dem Tag anfangen sollten. Wir schauten uns verschiedene Prospekte an, welche wir vom Campingplatzwart bekommen hatten. Magnetic Island war anscheinend die Attraktion von Townsville. Bitte Bild klicken für Vergrösserung Eine kleine Insel etwa 5km vor dem Festland. Wenn wir also dorthin wollten, müßten wir mit der Fähre übersetzen, aber die Fährengebühren für den Camper waren horrend. 98$ und dann noch mal für jede Person 14$. Heftig. Auf die Insel ohne Auto? Sie ist zwar nicht groß, aber um sie zu erkunden ist sie dann doch wieder zu groß. In einem der Prospekte fand ich dann den Hinweis auf die Möglichkeit einen Mini Moke, so etwas wie ein Strandbuggy, dort zu mieten oder aber einen Roller. Den Roller lehnte meine Frau ab und so buchte ich über den Campingplatzwart einen Mini Moke. 80$ mit Fährenüberfahrt für 2 Personen. Da wir uns auch Townsville noch anschauen wollten, beschlossen wir noch eine weitere Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen. Wir sagten dem Platzwart Bescheid, daß wir abends wieder kommen und fuhren mit dem Camper nach Townsville. Es war wieder herrliches Wetter, aber auch verdammt heiß. Wir fuhren zum Hafen, um die Fähre zur Magnetic Island zu nehmen. Wir mußten eine halbe Stunde warten, bevor die nächste Fähre kam. Zuerst wollten wir etwas herumlaufen um uns die Zeit zu vertreiben, entschieden uns jedoch recht schnell dann für die klimatisierte Empfangshalle der Fährengesellschaft.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Nichts desto Trotz, als die Fähre kam und wir an Bord gingen, eilte meine Frau hinauf ans Sonnendeck. Wir machten es uns dort gemütlich und schon ging es los. Die Überfahrt dauerte nur eine knappe halbe Stunde, dann legte die Fähre schon an Magnetic Island an. Ich fragte mich, wieso "magnetische Insel"? Die Erklärung fand ich am Strand von der Picnicbay, hier legte die Fähre an. Ein Schild weiß auf die Historik der Insel hin und hier fand ich die Erklärung. Als Capt. Cook 1770 an dieser Insel vorbeisegelte, fing sein Kompaß das Rotieren an. Die kam wahrscheinlich durch die erzhaltigen Felsen der Insel. So bekam die Insel ihren Namen. Hier in der Picnicbay sollten wir unseren Mini Moke bekommen. Ich ging ins Vermietungsbüro und nachdem die Formalitäten erledigt waren, bekamen wir unseren Moke. Die Angestellte der Vermietung wies noch ausdrücklich darauf hin, das die Sandstraße am Nordufer nicht für Mokes geeignet ist und deshalb gesperrt ist und dann konnten wir losfahren. Was verboten ist, reizt. Aber ich ließ es dann doch lieber. So fuhren wir die Südküste entlang nach Nelly Bay, Radical Bay um nach Horseshoe Bay zu gelangen.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Dort fuhren wir zuerst mal in einen Koallapark, denn trotz intensiver Beobachtung der Eukalyptusbäume auf unserem Weg von Sydney bis hierher ist es uns nicht gelungen einen bisher zu entdecken. Wir zahlten also den wie immer überteuerten Eintrittspreis von 10$ pro Person und gingen in den Park. Park ist übertrieben, es waren halt ein paar Gehege und Käfige. In einem der Gehege waren dann die Koallas. Sehen schon irgendwie knuddelig aus. Ist eigentlich schon mal jemanden aufgefallen, das der Koalla nicht zu den Wappentieren Australiens gehört? Warum nicht, schließlich gibt es ihn nur hier. Die Antwort fand ich in einer Erzählung eines australischen Ministers. Wenn ich richtig übersetzt habe, sagte er: "Wollten sie etwa ein Wappentier, das den ganzen Tag verschläft, faul herumhängt, stinkt und verlaust ist, kratzt und einen anpinkelt, wenn man es auf den arm nimmt?". Alles klar, so ein Wappentier ist nichts. Bitte Bild klicken für VergrösserungIm Park waren außer den Koallas nicht viel zu sehen, Känguruhs, die hatten wir schon zu Massen gesehen, Papageien, auch schon gesehen, ein Emu und ein Wombat, welches sich aber auch hier nicht sehen ließ. Wir verließen also den Park wieder und fuhren an den Beach der Horseshoe Bay. Die Strände der Magnetic Island sind wirklich wunderschön. Da wir nun schon einen Großteil der Insel gesehen hatten, beschlossen wir uns ein wenig an den Strand zu legen und ein wenig zu gammeln. Es war mittlerweile 13Uhr und wir legten uns etwas zum Sonnen an den Strand. Es dauerte keine 10min und ich war eingeschlafen. Erst gegen 15Uhr wachte ich wieder auf und ich brauchte nun erst mal, wie immer wenn ich aufwache, einen Kaffee. So zogen wir unser Klamotten wieder an und gingen in eines der Bistros am Beachwalk. Nicht das hier der Eindruck entsteht, es wäre hier ein kilometerlanger Beachwalk mit Shops und Bistros. Der Beachwalk bestand aus drei Kneipen und zwei Shops. Richtig gemütlich. Wir tranken also unseren Kaffee und überlegten was wir nun tun sollten. Es gibt zwar noch einige gute Bushwalks auf der Insel, aber dafür war es uns einfach zu warm. Wir beschlossen also wieder mit der Fähre nach Townsville zu fahren und brachen mit unserem Moke auf zur Picnicbay. Dort gaben wir die Kiste wieder ab. Kiste ist in diesem Fall der Richtige Ausdruck.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Ich kenne die Mokes aus Europa, die machen wirklich viel Spaß wenn sie gut in Schuß sind, aber das waren die Mokes hier wirklich nicht. Nachdem wir den Moke wieder abgegeben hatten, gingen wir zur Fähre, welche gerade anlegte. Wir gingen an Bord und fuhren zurück nach Townsville. Dort angekommen, fuhren wir mit unserem Camper in die Innenstadt. Hier sollte es eine Fußgängerzone geben, und da es gerade mal 16Uhr30 war wollten wir noch einen kleinen Bummel machen. Die >Fußgängerzone fanden wir auch auf anhieb und auch einen Parkplatz. Wir liefen also in die Fußgängerzone. Schön angelegt und wirklich groß. Die Sache hatte nur einen Schönheitsfehler. Die meisten Läden standen leer, selbst große Geschäftsräume, wie sie von Kaufhäusern benutzt werden, leer. Es hatte irgendwie den Anschein, als ob die Stadt langsam sterben würde. Wir liefen trotzdem einmal die gesamte Einkaufsstraße auf und ab, gingen noch kurz in einen Supermarkt um etwas Lebensmittel einzukaufen und machten uns wieder auf den Weg zum Camper. Eigentlich wollten wir nun wieder zum Campingplatz fahren, aber auf den Weg dorthin, sah ich ein Schild welches auf einen Lookout am Castle Hill hinwies. Wir fuhren also zuerst mal dorthin.Bitte Bild klicken für Vergrösserung In Townsville steht mitten in der Stadt ein einzelner Berg, und das ist der Castle Hill. Das tolle dabei ist, es geht eine Straße hinauf. Wir fuhren den steilen und schmalen Weg hinauf und ich wunderte mich, das Massen von Joggern versuchten den Berg zu erlaufen. Die meisten gingen aber bereits nach einem drittel des Berges nur noch schleppend. Kein wunder bei der Wärme. Als wir oben ankamen, genossen wir den Ausblick auf die Stadt und den Hafen. Man konnte bis Magnetic Island schauen. Im Osten ging langsam die Sonne unter und es war irgendwie malerisch. Wie sich herausstellte war der Berg anscheinend die Joggingstrecke aller Townsvillejogger. Nur wir und ein paar ältere Leute waren mit dem Auto heraufgefahren. Tja, wir sind eben nicht dumm, bei der wärme einen Berg hinauflaufen? Nee, nicht im Urlaub, wirklich nicht. Wir fuhren dann wieder langsam herunter, ständig Joggern oder besser gesagt Kriechern ausweichend. Unten angekommen, machten wir uns nun auf den Weg zum Campingplatz zurück, wo wir freundlich begrüßt wurden. Im Supermarkt hatten wir Nudelsalat eingekauft, welchen wir nun aßen. Zum kochen war es zu heiß. Ich kam auf die Idee, noch in den Pool des Campingplatzes zu gehen und meine Frau folgte mir sogleich.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Wir also rein in die Badeklamotten und ab in den Pool. Welch ein Genuß, endlich etwas Abkühlung. Das tollste war aber, das in einem Nebenbecken des Pools ein Whirlpool eingebaut war. Ich betätigte den Schalter und es Sprudelte los. Ich setzte mich hinein und genoß es einfach. Nach dem Ausgiebigen Bad, gingen wir wieder zum Camper und setzten uns noch ein wenig auf unsere Klappstühle. Ich machte noch eine Flasche Wein auf und wir tranken noch ein Glas. Diesen Tag hatten wir etwas gemütlich angehen lassen, weitergehen lassen und auch ausklingen lassen. Wir waren unserem Endziel Cairns nun auf 340km näher gekommen und hatten schon viel erlebt. Für die letzten 340km hatten wir nun noch 3 Tage Zeit, bevor wir unseren Camper wieder abgeben müssen. Auf diesen 340km gibt es noch einige National Parks und andere Sehenswürdigkeiten. Aber da geht es erst morgen weiter.

Wetter: 30 bis 35Grad, sonnig, hohe Luftfeuchtigkeit