17 ter Tag
13 ter Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Von Mackay aus zuerst nach Walkerston, dann weiter nach Marian. Dieser Straße nun folgen, durch Mirani, Pinnacle, Finch Hatton und schließlich Eungella. Durch Eungella hindurchfahren um zu den Parkplätzen des Eungella National Parks zu kommen. Dann die Straße wieder zurück bis nach Finch Hatton. Am Ende der Ortschaft geht es dann links weg zum Finch Hatton National Park ( braunes Hinweisschild ). Wenn man den Park wieder verläßt, den gleichen Weg zurück bis zum Owen Creek Loop. Hier links abbiegen und immer dem Owen Creek Loop folgen ( nicht mehr abbiegen, sonst verfährt man sich gnadenlos ), durch Owen Creek hindurch und etwa nach 8km an einer Beschilderten Abzweigung links abbiegen nach Proserpine. Diese Straße führt dann bei Mt. Ossa wieder auf den Bruce Highway. Diesen dann bis Proserpine folgen, hier nun rechts abbiegen nach Airlie Beach.



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Streckenlänge: ca. 380km
Streckenbeschaffenheit:
Die Straße zum Eungella National Park ist geteert, jedoch teilweise sehr schmal und vorallem die letzten 10km sehr Steil und nicht für Fahrzeuge mit Anhänger geeignet. Der Weg in den Finch Hatton National Park ist nur Gravelroad, außerdem muß man durch 3 kleine Creeks hindurchfahren, was jedoch keinerlei Problem darstellt. Der gesamte Owen Creek Loop ist Gravelroad, gut und breit ausgebaut. Alle übrigen Straßen sind geteert, teilweise jedoch nur in der Mitte mit Schotterstreifen links und rechts.

Morgens um 8Uhr standen wir auf und machten uns erst mal Kaffee, den wir dann gemütlich auf der Veranda tranken. Das Wetter war immer noch bedeckt, aber es begann aufzureißen. Na Gott sei dank. Da wir gestern abend noch die Waschmaschine angeschmissen hatten und die Sachen im zweiten Schlafzimmer zum trocknen aufgehängt hatten, mußten wir diesmal einiges einpacken. Wir verstauten alles im Camper und machten uns auf den Weg. Wir wollten zum Eungella National Park. Dort sollte es Schnabeltiere geben. Wir fuhren also durch Mackay durch um zu den etwa 70km entfernten Park zu gelangen. Auf halber Strecke sah es dann wieder so aus, als ob es jeden Augenblick zu regnen beginnen würde. Wir überlegten uns ob wir den Park nicht lieber auslassen wollten und gleich Richtung Townsville weiterfahren sollten. Wir entschieden uns dann aber doch zur weiterfahrt in den Park.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Wir fuhren immer weiter in die bergige Landschaft hinein und gelangten in einen Talkessel. Ich fragte mich wo nun diese Ortschaft Eungella war, wo die Straße dann aufhören sollte. Es waren immerhin noch 15km laut einem Straßenschild. Wo um alles Willen soll an den steilen Felswänden des Talkessels eine Straße sein. Sie war aber da. Gute 35Grad Steigung, eine Serpentine nach der anderen und unser Camper mußte ganz schön schnaufen. Wir kamen aber gut oben an und da war die Ortschaft. Ein kleines verschlafenes Nest im Hochland. Wir fuhren erst mal durch um zum Parkplatz des Nationalparks zu kommen. Dort parkten wir und gingen ein Stück in den Regenwald hinein. Zuerst zu einer Plattform, von der aus man einen guten Blick auf den Creek hatte, in den die Schnabeltiere leben sollen. Wir starrten angestrengt auf das Wasser, eine halbe Stunde lang, aber von den blöden Viechern war nichts zu sehen. Mist. Ich wollte doch unbedingt so ein Schnabeltier sehen. Aber daraus wurde nichts. Wir entschlossen uns noch etwas durch den Regenwald auf einem der Bushwalks zu gehen, zumindest bis zu den Wasserfällen. Meine Frau ging Voraus und ich merkte schon an ihrem Gang und daran das sie nichts mehr sagte und die Arme vor sich verschränkt hielt, das ihr dabei nicht wohl ist. Ich fragte sie immer wieder ob wir umkehren sollten bekam aber keine Antwort. Sie hatte Angst vor Schlangen, ging aber immer weiter, da sie wußte, daß ich gerne noch ein wenig durch den Regenwald gehen wollte.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Mich fasziniert dieser Anblick. Nicht das ich keine Angst vor Schlangen hätte, in Australien gibt es immerhin die meisten Giftschlangen der Welt, aber ich überwinde die Angst einfach. Nun, ich beendete den Bushwalk indem ich mit ihr umkehrte. Als wir dann wieder den Parkplatz erreichten, merkte ich deutlich wie ihr ein riesiger Felsblock vom Herzen fiel. Wir stiegen wieder in den Camper und fuhren zurück in die Ortschaft Eungella. Dort hatten wir ein schönes Kaffee gesehen und kehrten nun dort ein. Wir gingen in das kleine Kaffee und die Besitzerin kam auf uns zu und fragte "what can i do for you?". Ich sagte, das wir gerne etwas trinken würden und sie fragte woher wir kämen. "From Germany" sagte ich und sie dann "also ein e Kaffeekanne für zwei". "Well "sagte ich und merkte erst jetzt, daß sie mir in perfekten Hochdeutsch geantwortet hatte. Es stellte sich heraus, das sie vor 25 Jahren aus Braunschweig nach Australien gekommen war und seitdem dort lebt. Nach Deutschland zurück wolle sie nicht mehr, sie habe sich zu sehr an die Freiheiten und den gemütlichen Lebensstil in Australien gewöhnt. Wir aßen noch einen wirklich guten Apfelstrudel zu unserem Kaffee und verabschiedeten uns dann. Wir fuhren das kleine Sträßchen, welches wir zuvor erklommen hatten, wieder herunter. Wir fuhren die Straße wieder zurück, etwa 15km weit und bogen dann ab in den Finch Hat Georg National Park, welcher ein Teil des Eungella Parks ist.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Der Weg wurde wieder mal zur Gravelroad und wir mußten 3 Creeks durchfahren. Einer war dabei sogar über 8mtr breit. Doch kein Problem. Am ende des Weges war dann wieder ein Parkplatz und wir Parkten. Direkt am Parkplatz floß der Creek in einigen Cascaden hinunter und das schauten wir uns an. Ich krabbelte etwas über die Felsen, welche im Creek lagen, und genoß den Anblick. Links und rechts des Creeks war am Ufer direkt der Regenwald. Der Creek hatte sich im laufe der Zeit eine kleine Schneise in den Regenwald gegraben. Wir blieben etwa 20min und machten uns dann wieder auf den Rückweg. Die Gravelroad zurück und durch die drei Creeks. Nun hatten wir die Wahl, entweder wieder zurück bis fast nach Mackay oder eine kleine Mainroad, welche in unserer Karte eingezeichnet war. Doch unsere Karte war sehr ungenau und ich befürchtete, daß wir wieder mal auf einer abenteuerlichen Piste landen. Aber was soll's. Wir bogen also in den Owen Creek Loop ein, in der Hoffnung die Richtige Straße erwischt zu haben. Der erste Teil war auch noch voll geteert, dann kam mal wieder Gravelroad. Doch da es hier schon lange nicht mehr geregnet hatte, war sie gut zu befahren. Wir blieben immer auf dem Owen Creek Loop, viele kleine Wege gingen links und rechts ab, aber wir blieben lieber auf dem Weg, denn wenn wir umdrehen müßten, wissen wir wenigstens wo wir herkamen.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Der Weg schlängelte sich durch das Land, immer wieder Zuckerrohrfelder links und rechts. Schließlich kamen wir nach Owen Creek. Dieses Kaff kann man nicht mal Ortschaft nennen. Wir fuhren hindurch und nach 5km wurde die Straße wieder geteert. Nach weiteren 3km kamen wir zu einer Kreuzung inmitten des Nirgendwo. Ein Straßenschild zeigte links weg nach Proserpine. Da wollten wir hin. Also bogen wir ab. 110km sollten es bis dahin sein, verriet das Schild. Egal, der Weg war geteert. Zwar nur in der Mitte für eine Fahrspur, aber geteert. Wenn einem hier ein Fahrzeug entgegenkommt, das ist sehr selten, muß man halt mit einer Fahrzeugseite auf den Schotter ausweichen. Die Straße schlängelte sich immer an einem Creek entlang, führte bergauf und wieder bergab. Man mußte zwar beim fahren etwas aufpassen aber die Landschaft entschädigte einen dafür. Nach 50km mündete dann dies kleine Sträßchen auf einen Highway und es ging wieder schneller voran, dafür aber nicht mehr so schön. In Proserpine angekommen suchten wir mal wieder die örtliche Information auf um uns mit Infomaterial zu versorgen. In unmittelbarer Nähe, das heißt in etwa 20km, befand sich Airlie Beach, ein vielbesuchtes und sehenswertes Strandörtchen. An der Information suchten wir die verschiedenen Prospekte der Caravanparks durch. Einer gefiel uns besonders, aber die Leute der Information sagten uns gleich, das dieser Park schon voll sei. Also nahmen wir einen anderen, auch sehr schönen. Mit Pool, Minigolf, Kiosk, usw. Und da wir von den Cabins recht begeistert waren, nahmen wir uns wieder eine Cabin. Die Leute der Information riefen für uns am Campingplatz an und fragten ob noch was frei sei und reservierten gleich für uns. Was für ein Service. In dem Informationsbüro betrachtete ich die Karte der Umgebung und mir fiel auf, das hier vor der Küste viele kleine Inseln vorgelagert waren. Bitte Bild klicken für VergrösserungDer Herr der Information sagte mir, das wir auch auf einer der Inseln Übernachten könnten, es fahren Fähren dorthin und überall sind Hotels. Doch die Preise schreckten mich etwas ab. Nichts unter 100$ pro Nacht u7nd Person. Nach den Inseln kam das Reef. Dort wollte ich eigentlich mal hin. Wenn man Australien sagt, denkt man immer gleich an das Great Barrier Reef. Das sollte man schon mal gesehen haben. Die meisten Angebote, welche ich bisher gesehen hatte waren Tagesausflüge mit einem Schiff. Doch eines wollte ich nicht. Keinen solch einen Massentourismus wie auf Frazer Island. Bereits in Town of 1770 erkundigte ich mich nach einem Ausflug zum Reef, mit einem Boot. Sollte 110$ kosten und es waren bereits 41 Leute gebucht. Das war mir dann schon zuviel und ich ließ es. Hier wurden nun Tagestrips angeboten für 95$, großes Schiff, viele Leute. Das war's also auch nicht. Aber ein Prospekt stach mir ins Auge. Fliege zum Reef. Eine Beaver de Havilland, als Wasserflugzeug. Halbtagestour für 159$. Ich sah mir die Sache etwas genauer an und das Angebot gefiel mir. Start vom kleinen Flughafen in Airlie Beach, halbstündiger Flug über die Inseln zum Reef. Dort Wasserlandung an einem der unzähligen Atolle. Hier soll dann ein Boot sein, das uns in Empfang nimmt. Man kann sich dann auf dem Boot sonnen, durch den Glasboden das Reef beobachten, man kann Fischen, oder Schnorcheln. Die Ausrüstung ist alles da und kostenlos. Nach 2 Std. geht es dann wieder zurück mit dem Flugzeug. Im Grunde das gleiche Angebot wie mit den Schiffen, nur das die gut 2 Std. zum Reef brauchen und dann auch nur 2 Std. dort sind und das es wesentlich mehr Leute sind. In die Beaver gehen maximal 4 Leute zusätzlich zum Piloten und der Begleitperson hinein. Also kann dies ein recht schöner Aufenthalt werden. Nun mußte ich nur noch meine Frau überzeugen. Sie hat doch Angst vor solch kleinen Maschinen. Schon in Caloundra wollte sie nicht Mitfliegen. Aber ich brauchte sie nicht lange zu überreden. Sie willigte fast sofort ein und wir buchten für den nächsten Tag am Nachmittag einen Flug. Nachdem wir unser Gewicht angegeben hatten, sagte uns der Pilot zu und wir bezahlten die Tour gleich. Wir verließen die Information und fuhren nun zum Campingplatz. Sah echt gut aus. Lauter Palmen, ein Swimmingpool, usw. Die Cabin war zwar etwas kleiner als die von gestern, aber auch recht gemütlich. Wir richteten uns ein und fuhren dann noch mal in den Ort Airlie Beach hinein um etwas zu essen. Hier war sogar noch etwas los, obwohl es bereits fast 20Uhr war. Ungewöhnlich für australische Verhältnisse. Bisher, selbst in den Großstädten, war fast überall tote Hose Abends. Wir liefen noch etwas herum und schauten uns um, aßen einen Burger und fuhren dann wieder zum Campingplatz. Wir waren ziemlich geschafft und begaben uns früh zu Bett obwohl es ein schöner warmer Abend war.

Wetter: 25 bis 35Grad morgens bedeckt, tagsüber immer weiter aufgerissen, gegen Abend wolkenlos