16 ter Tag
12 ter Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Vom Lake Maraboon wieder zurück nach Emerald, in Emerald links nach Capella, hier geht dann die Gravelroad zu den Gemfields bei Rubyvale ab ( ist jedoch nur bei trockener Witterung einfach zu fahren ). Von Capella geht es weiter nach Clermont. Kurz hinter Clermont führt dann der Peak Downs Highway rechts nach Coppabella, Nebo und schließlich Mackay ab.



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Streckenlänge: ca. 470km
Streckenbeschaffenheit:
Alles geteerte Straßen, nur der Weg von Capella nach Rubyvale ist Gravelroad. Diese wird bei Regen jedoch sehr rutschig und ist dann nur mit Allradfahrzeugen zu empfehlen. Auf Roadtrains und Wildwechsel achten.

Ich wurde gegen 7Uhr von meiner sehr aufgeregten Frau geweckt. Schatz, hilfe, die Peekcocks verfolgen mich. Was war passiert? Sie ist aufgewacht und ging zur Toilette. Als sie wieder zum Camper zurück wollte, sah sie die Vögel und holte Ihre Kamera. Ging wieder zu den Tieren und photografierte sie. Da die Vögel aber sehr neugierig sind, kamen sie auf meine Frau zu. Diese ergiff die Flucht und die Vögel hinter ihr her. Sie rettete sich in den Camper, und bevor sie die Tür schließen konnte, waren die Vögel auch schon da. Peekcocks sind ziemlich groß, fast so groß wie ein Hund. Ich knallte vor den Viechern die Türe zu und die schauten etwas verdutzt auf unseren Camper. Wie ich später erfahren habe, waren sie es eigentlich gewohnt, etwas Weißbrot von den Campern zu bekommen. Also kein Wunder das die Viecher meiner Frau hinterherkamen. Sie war eine der ersten, die sich am Campingplatz bewegte und die Viecher dachten es gäbe nun was zu fressen. Aber was solls. Wir machten uns erst mal fertig und bauten unser Bett ab. Mittlerweile waren die Peekcocks zu einem anderen Camper abgezogen, wo sie offenbar mehr erfolg hatten. Meine Frau ging nun erst mal das Geschirr von gestern Abend abspülen und ich lief ein wenig über den Campingplatz. Viele verschiedene Papageien und andere Vögel flogen hier herum. Während ich so herumlief, kam ich in die Nähe des Office und der junge Platzwart von gestern Abend begrüßte mich freundlich und lud mich auf eine Tasse Kaffee ein. Das nahm ich dankend an.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Wir setzten uns vor das Office und tranken den Kaffee, rauchten eine Zigarette und unterhielten uns. Auch die Peekcocks schauten mal bei uns vorbei und bekamen vom Platzwart etwas Weißbrot. Nach einer halben Stunde ging ich dann wieder zum Camper, meine Frau vermisste michh schon. Wir packten alles zusammen und fuhren zum Campingplatzausgang. Am Office hielten wir noch kurz an um uns zu verabschieden und bekamen noch ein paar Tips für die witerfahrt. Das Wetter war immernoch bescheiden. Immernoch bewölkt und e sah nach Regen aus. Der Platzwart gab uns noch den Tip nach Ruguhy zu fahren, dort könnten wir selbst mal nach Edelsteinen graben. Wir fuhren also los, zuerst mal wieder nach Emerald zurück. Dort hielten wir kurz an um den Bahnhof anzuschauen. Ein schönes altes Gebäude von 1900. Nun begann es tatsächlich wieder zu regenen. Mist. Eigentlich wollten wir nun zu den Gemfields bei Ruguhy fahren und dann von dort aus über die Gravelroad die 60km nach Campella. Doch eine Gravelroad bei Regen ist verdammt gefährlich. Wie sagen die Aussies so schön. Very slippery. Und rutschig sind diese Wege dann wirklich. Bis Ruguhy ist der Weg geteert, aber wir müßten dann wieder nach Emerals zurück und von hier aus nach Campella. Das würde einen Umweg von fast 200km bedeuten. Unser Tagesziel war Mackay, was nochmals 300km von Campella entfernt war. Ich entschied mich erst nach Campella zu fahren und von dort die 60km nach Ruguhy über die Gravelroad zurückzufahren, denn wenn die Gravelroad zu schlecht ist, kann ich einfach umdrehen und verliere dann nicht so viel Zeit. Wir also nach Campella und von dort nach Ruguhy abgebogen. Nach 8km begann dann die Gravelroad. Anfangs ließ sie sich noch einigermaßen fahren, aber nach etwa 5km war sie bereits so weit aufgeweicht, das wir umherrutschten und immer wieder fast stecken blieben. Es war Zeit umzudrehen. Das hatte keinen sinn. Schade, ich hätte mir gerne die Gemfields angeschaut und selbst mal etwas gebudelt. Aber es ging wirklich nicht. Was nützt es, wenn der Camper im Graben liegt oder feststeckt. Wir fuhren also zurück nach Campella, es waren ja zum Glück nur 5km Gravelroad und weitere 8km geteerte Strecke. Es war gut, das wir es von dieser Seite versucht hatten, denn sonst hätten wir nun wieder ganz außen herum gemußt. Von Campella aus fuhren wir nach Clermont. Dort hielten wir kurz an um etwas zu trinken zu kaufen und dann gleich weiter nach Mackay. Noch fast 300km Outback lagen vor uns. Die Strasse zog sich kerzengerade durch das Land. Die einzigen Attraktionen waren die uns gelegentlich entgegenkommenden Roadtrains.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Wir fuhren Kilometer für Kilometer Richtung Küste. Je weiter wir uns der Küste näherten, desto dichter bwurde der Bewuchs der Gegend. Gegen 15Uhr legten wir dann noch einmal eine kurze Puse ein undfuhrend dann die restlichen 100km durch. Es ist verdammt anstrengend diese kleinen Outbackstrassen zu fahren. Es geht zwar immer nur gerade aus, aber die Strasse ist ziemlich schmal, an der Seite nicht befestigt, sehr uneben und man wird schnell von der eintönigkeit müde. Gegen 16Uhr kamen wir dann endlich in Mackay an und steuerten wie immer die Touristeninformation an. Dort lagen mal wieder Prospekte von Hotels und Campingparks aus. Zwei fielen in die engere wahl. Wir beschlossen beide anzufahren und den schöneren zu nehmen. Die Wahl fiel nicht schwer. Das Ocean Beach Resort war eindeutig schöner und so blieben wir dort. Campen oder Cabin war nun die Frage. Ich entschloss mich für die Cabin. Die Dame am Checkin gab uns den Schlüssel und wir gingen zu der Cabin. Die Cabin in Town of 1770 war ja schon gut, aber das war keine Cabin nun, sondern eher ein Ferienhaus direkt am Meer. Ein etwas 25quadratmeter großes Wohn-Esszimmer mit abgetrennter Küche, Fernseher, Video, ein kleiner Raum mit Waschmaschine, Ein großes Badezimmer, Ein Schlafzimmer mir 4 Etagenbetten, und ein Schlafzimmer mit Doppelbett. Klimaanlage, Veranda, usw. Wirklich alles da, im Wohnzimmer stand sogar ein Sofa. Welch ein Luxus. Nun, ich ging erst mal zu Strand. Es war gerade Ebbe und so konnte man über 300mtr weit hineinlaufen bevor man das Wasser erreichte. Ich stand auf einer kleinen Sandanhöhe und rauchte erst mal eine Zigarette. Unterdessen kam die Flut und das Wasser stieg an. Bis ich die Zigarette geraucht hatte. War ich schon vollkommen von Wasser umgeben. Ich watete also durchs Wasser zum Strand zurück. Es war schon erstaunlich, wie schnell das Wasser anstieg. In der Cabin angekommen, ging ich erst mal duschen und dan machten wir uns fertig um zum Abendessen zu gehen. Da das Resort etwas am Stadtrand lag, fuhren wir ind die City mit unserem Camper hinein und parkten ihn. Wir hielten direkt vor einem Informationsbildschirm und so lasen wir was für Restaurants es hier gab. Chinesen, Inder, na ja, dann doch lieber wieder Italienisch. So gingen wir mal wieder Italienisch essen, tranken einen Cianti dazu und zum Schluß, wie immer, einen Espresso. Nachdem wir bezahlt hatten, fuhren wir zurück zum Resort und gingen zu Bett. Hoffentlich ist am nächsten Tag wieder schönes Wetter.

Wetter: 20 bis 27Grad, bedeckt, teilweise Regen, in Küstennähe aufgelockert