13 ter Tag
9 ter Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Von Hervey Bay ein Stück zurück nach Maryborough um nach etwa 12km rechts abzubiegen nach Torbanlea und Howard. Hier geht es nun weiter auf dem Bruce Highway nach Childers. Dort rechts abbiegen nach Bundaberg. An der Information links abbiegen um nach Bargara zu gelangen



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Streckenlänge: ca. 150km
Streckenbeschaffenheit:
Alles geteerte Straßen

Wir standen wieder früh auf und mußten uns diesmal etwas beeilen, denn für heute stand Frazer Island auf dem Programm. Bitte Bild klicken für Vergrösserung Die organisierten Touren starten alle bereits um 8Uhr15 vom Hafen aus und so schauten wir, daß wir schnellstmöglich dort hin kamen. Im Hafen angekommen, gingen wir sogleich in eines der Tourveranstalterbüros und kauften noch zwei Tickets. Da Frazer Island eine reine Sandinsel ist und die Wege dort nicht befestigt sind, ist das befahren und erkunden der Insel nur mit Allradfahrzeugen möglich. Somit parkten wir den Camper am Hafen und gingen mit den anderen Tourteilnehmern auf die Fähre. Die 50 minütliche Überfahrt in der Morgensonne genossen wir auf dem Sonnendeck. Bitte Bild klicken für Vergrösserung Der Pacific wurde immer wieder von Sandbänken und anderen Untiefen gebrochen. Da nur sehr schwacher Seegang herrschte, brachen sich kleine Wellen an diesen Stellen und ließen nur erahnen, welche Gefahr diese Stellen für die Schiffahrt da stellten. Wir kamen langsam zum Frazer Island, die Fähre fuhr dicht unter Land, nur etwa 30mtr vom Strand entfernt. Ich fragte mich wo wir an Land gehen sollten. Die Frage sollte mir gleich beantwortet werden. Die Fähre stoppte, drehte sich um 90Grad zum Strand hin, und dann mit Volldampf drauf los. Am Strand aufgelaufen,Bitte Bild klicken für Vergrösserung wurde die Rampe vorne heruntergelassen und man konnte aussteigen. Zuerst die Allradfahrzeuge. Die fuhren mit Vollgas vom Schiff und dann auf den Strand. Warum Vollgas? Nun, sie mußten gleich zu Anfang eine kleine Sanddüne überwinden. Es kam wie es kommen mußte, einer der Hobbyfahrer war zu langsam und zu ängstlich und blieb in der Düne hängen. Noch mal zurück und neuen Anlauf nehmen. Beim zweiten Versuch klappte es dann und die Allradfahrzeuge verschwanden in den direkt an den Strand anschließenden Busch. Nun waren wir Tourteilnehmer an der Reihe die Fähre zu verlassen. Gleich hinter dem Buschrand sollten die Fahrzeuge stehen, welche uns herumfahren sollten. Wir also zu Fuß von Bord, über den weichen Sand des Strandes, die Düne hinauf, in den Busch hinein. Und da standen sie. Zwei große Allradbusse für je 30 Personen.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Alte MAN Fahrzeuge. Wir stiegen ein und uns wurde erst mal die Bedeutung der Insel erklärt. Es ist eine reine Sandinsel, auf der, und das ist einzigartig auf der Welt, ein tropischer Regenwald entwickelt hat. Die Insel ist 120km lang und bis zu 25km breit. Hat Erhebungen von immerhin 250mtr Höhe (alles Sand) und der Sand reicht bis zu 200mtr tief unter den Wasserspiegel. Somit ist es die größte Sandinsel der Welt und das seltsame ist, sie ist vollständig bewachsen. Schon seltsam das sich ein Regenwald auf Sand gebildet hat, immerhin mit bis zu 50mtr hohen Bäumen. Nun, die Sache hörte sich erst mal gut an. Die Fahrt sollte quer über die Insel gehen, zum Oststrand. Die nächsten eineinhalb Stunden saßen wir nun erst mal im Bus und wurden kräftig durchgeschüttelt. Die Straße war eigentlich keine, sondern ein in den Regenwald gehauene Schneise. Bitte Bild klicken für VergrösserungIn den Sand entstanden tiefe Fahrrillen und immer wieder tiefe Löcher. Jeder versuchte sich irgendwie in dem Bus festzuhalten. Gesehen hat man von dem Regenwald dabei nicht viel. Der Weg ging zwar immer auf und ab, aber was will man schon vom Regenwald sehen, wenn man im Bus sitzt und links und rechts Büsche und Sträucher die Sicht in den Wald verhindern. Wir kamen dann endlich auf der anderen Seite der Insel an und dort gab es dann erst mal Lunch. Warmes Buffet im Happy Valley, einer kleinen Siedlung mit 30Einwohnern an der Ostküste der Insel. Das Essen war kalt und schlecht. Na gut, was soll es. Dann ging es weiter den Strand entlang. Der Oststrand wurde hier anscheinend als Highway benutzt. Hier war mehr los als auf so mancher Straße in Australien. Sogar Flugzeuge starteten und landeten hier. Wir fuhren etwa 8km weit Richtung Süden den Strand entlang bis zu einer Stelle die Colourd Sands genannt wurde. Hier war der Sand an der Küste soweit verdichtet, das er fast so hart wie Sandstein war. Durch die unterschiedlichen SandartenBitte Bild klicken für Vergrösserung schimmerte es in verschiedenen Farben. Kurz aus dem Bus aussteigen, ein paar Photos und schon ging es weiter. Wieder zurück an der Küste entlang. Wer meint, das der Strand sich gut fahren ließ, der irrt sich. Durch die vielen Fahrzeuge war der Sand total aufgewühlt und weich. Wir wurden also wieder herumgeschleudert. Langsam nervte die Sache. Der nächste Stopp auf der Tour war ein altes Schiffwrack am Strand. Wieder aussteigen, ein paar Photos, und weiter. Nun sollte es wieder in das innere der Insel gehen. Also wieder quer durch den Busch in den Regenwald. Wieder herumgeschaukel. Es sollte zu einem See im Inneren der Insel gehen, und der weg zog sich immer länger hin. Doch auch den See erreichten wir schließlich. Nun ja, ein stehendes Gewässer, das so langsam aber sicher zuwuchert. Ganz nett, aber nicht überwältigend. Von dort ging es dann wieder an den Weststrand, um wieder auf die Fähre zu gelangen.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Die Strecke zog sich hin. Als wir endlich dort ankamen, war die Fähre schon da. Diesmal sollte es mit dem Bus auf die Fähre gehen, da das Fahrzeug zur Inspektion sollte. Durch den aufkommenden Wind war der Pacific mittlerweile etwas rauher und die Fähre hatte Probleme am Strand zu liegen. Der Busfahrer nahm Anlauf um über den weichen Strand zu kommen und zielte dabei auf die Rampe der Fähre. Mit viel Schwung schaffte er es und wir konnten nun aussteigen. Endlich. Wir gingen wieder auf das Sonnendeck und machten es uns gemütlich. Auf dem Weg zum Festland konnten wir immerhin dann noch einen Sonnenuntergang sehen, wie man ihn sich vorstellt. Nach über einer Stunde waren wir dann wieder im Hafen und machten uns mit dem Camper wieder auf den Weg. Bitte Bild klicken für Vergrösserung Wir wollten noch etwas weiter fahren um den Tag etwas aufzuholen. Wir entschlossen uns noch bis Bundaberg zu fahren. Wir fuhren mal wieder durch die Nacht und erreichten gegen 20Uhr15 Bundaberg. Erste Station wie immer die Information. Zwar schon geschlossen, aber es liegen immer verschiedene Prospekte aus. Hier an der Information trafen wir dann noch ein paar Deutsche, mit denen wir uns dann fast eine Stunde unterhielten. Nun wurde es aber Zeit. Wir brauchten noch einen Campingplatz. Wir fuhren von Bundaberg die 15km zur Küste in einen Ort namens Bagara. Dort fanden wir dann auch noch einen Campingplatz und bauten unser Nachtlager gegen 22Uhr auf. Da wir noch Hunger hatten, aber kein einziges Restaurant noch offen hatte, machten wir uns eine Fertigpizza in unserem Gasofen. Es qualmte zwar anfangs etwas, aber nachdem er mal richtig heiß war, klappte das mit der Pizza sehr gut. Nun war es zeit zum schlafen, noch ein Glas Wein und dann ab in die Falle.

Wetter: 25 bis 30Grad sonnig.