5 ter Tag
1 ter Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Von Sydney nach Penrith auf dem Highway 32, weiter nach Blaxland und Springwood. Weiter nach Lawson, Leura, bis zum Abzweig zu den Wentwoth Falls ( braunes Hinweisschild kurz vor der Abfahrt ). Dann weiter nach Katoomba und dort den Tourist Drive 15 zu den Three Sisters nehmen. Wieder zurück auf der gleichen Strecke bis Springwood und dort links abbiegen nach Richmond. Von Richmond nach Kurrajong, dort rechts nach Colo abbiegen ( Achtung: keine Tankstelle die nächsten 100km mehr ). Diese Straße immer weiter bis nach Singleton. Dort auf den New England Highway Richtung Muswellbrook. Am Ortende von Singleton rechts ab zum Lake St. Clair.

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Streckenlänge: ca.430km
Streckenbeschaffenheit: Alles geteerte Straßen, Strecke nach Singleton sehr schmal.

Morgens um 9Uhr raus aus den Federn. Morgentoilette, Koffer zusammenpacken und an der Rezeption ausgecheckt. Die Koffer haben wir erst noch mal bei der Concierge deponiert, damit wir noch in aller Ruhe Frühstücken gehen konnten. Wir wieder zu dem Kaffee von gestern und erst mal ausgiebig gefrühstückt. Dannach zurück zum Hotel, die Koffer geschnappt, ab ins Taxi und zur Britz-Campervermietung. Dort angekommen wollten wir unseren Camper abholen. Dieser stand auch schon bereit, aber als die junge Dame am Schalter mich auf die Versicherungsfrage ansprach, mußte ich feststellen, daß das Reisebüro zwar die Versicherungssumme kassiert hatte, aber nur die Camperbuchung durchführte. Daraufhin folgten langwierige Debatten, Rückfragen zu Britz-Melbourne, Anrufe zur australischen Niederlassung derBitte Bild klicken für Vergrösserung Reisegesellschaft und so weiter und so fort. Es nützte alles nichts. Ich hatte zwar die bezahlte Rechnung aus Deutschland dabei, und auch die australische Niederlassung bestätigte die Complet Cover Insurens, aber wenn das Geld nicht bei Britz ist, gilt auch die Versicherung mit dem Komplettpaket nicht. Also mußte ich in den sauren Apfel beißen und die Versicherung erneut abschließen, die Einfahrtgebühr abermals bezahlen (wäre beim Komplettpaket dabei gewesen) und die Taxes bezahlen (wäre ebenfalls dabei gewesen). Alles in allem fast 1000$. Sehr ärgerlich. Aber das wird noch ein Nachspiel haben. Durch diesen ganzen Mist ist uns ein halber Tag verloren gegangen und wir kamen dann endlich gegen 2 Uhr aus Sydney raus. Wir quälten uns durch den Verkehr in Richtung Blue Mountains, welches unser erstes Ziel sein sollte. Eigentlich hatten wir geplant bis nach Hunter Valley heute zu fahren, aber diese über 300km lange Strecke war wohl nicht mehr zu schaffen.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Wir also auf den Motorway 4 nach Penrith. Von dort in die Blue Mountains zu unserem ersten Ziel. Die Wentworth Falls. Wir fanden sie auch fast auf anhieb. Dort angekommen, parkten wir unseren kleinen Camper auf dem Parkplatz und gingen zu Fuß zum Aussichtspunkt. Eine grandiose Aussicht. Ein über 100mtr tiefer Canyon, an dessen Flanke ein kleiner Fluß in mehreren Stufen in die Tiefe stürzt. Das muß man einfach gesehen haben. Wir blieben leider nicht so lange wie wir eigentlich wollten um so etwas Zeit wieder aufzuholen. Wir weiter Richtung Katoomba auf dem Great Western Hiyway durch eine bezaubernde Landschaft. Unser nächster Stop war dann in Leura , eigentlich führen wir nur in den Ort zum einkaufen hinein, doch schon bei der Einfahrt in den Ort stellten wir fest, daß dies ein richtig kleines verwunschenes Nest ist mit kleinen Tante Emma Läden, Magnolienbäumen am Straßenrand und alles Bitte Bild klicken für Vergrösserungwas so dazu gehört um sich wohl zu Fühlen. Nach einem kurzen Aufenthalt fuhren wir dann weiter und bogen bei Katoomba in den Blue Mountains Highway ab Richtung Three Sisters. Dies ist eine Felsformation in einem Canyon, die aus drei großen freistehenden Felsspitzen besteht. Von einem Aussichtspunkt aus hat man einen hervorragenden Blick darauf und von dort gehen auch verschiedenen Bushwalks in den Canyon und zu den Three Sisters. Dort ganz in der Nähe ist auch die alte Scenic Railway. Dies ist keine Eisenbahnstrecke, sondern eine alte, von den früheren Minenarbeitern benutzte, über den Canyon frei schwebende Lorenseilbahn. Man kann in der Lore mitfahren, allerdings sollte man nicht gerade ängstlich sein. Die Lore hängt an nur einem Stahlseil, Bitte Bild klicken für Vergrösserungist nicht gerade allzu groß, offen, und schwebt ca. 100 bis 120 Meter über dem Canyon. Da bei unserem Besuch leider ein ziemlich böiger Wind ging, war die Fahrt für uns leider nicht möglich. Wir fuhren also weiter. Es wäre in den Blue Mountains noch viel zu Besichtigen, aber es wurde schon langsam dämmrig und so beschlossen wir in Richtung Hunter Valley, unserem eigentlichen Etappenziel aufzubrechen. Wir suchten uns eine Wegstrecke abseits der eigentlichen Hauptstraßen, und somit beschlossen wir wieder ein Stück die Straße, welche wir gekommen sind, bis nach Springwood zurückzufahren. Dort bogen wir dann auf die Hawkesburyroad Bitte Bild klicken für VergrösserungRichtung Richmond ab. Diese kleine Straße führt durch die Ausläufer der Blue Mountains und führt durch eine wunderschöne Gegend bergauf und bergab über Serpentinen. In der Dämmerung ein wirkliches Erlebnis. In Richmond angekommen war es schon fast dunkel, und da in Richmond nichts besonderes von Interesse ist, fuhren wir weiter Richtung Kurrajong. Von dort bogen wir dann Richtung Singelton wieder auf eine kleine Nebenstraße ab. Bis Singelton, welches bereits im Hunter Valley liegt waren es noch 170km zu fahren. Und da es schon dunkel war, wollten wir eigentlich nur noch bis zum nächsten Ort fahren, dort was essen und dann die erste Nacht in Bitte Bild klicken für Vergrösserungunserem Camper verbringen. Die erste Ortschaft war dann Colo, ein Nest, wo bereits um 19Uhr alles zu ist. Also weiter die 69 rauf. Es dauerte ewig bis wir nach Putty, der nächsten Ortschaft, kamen. Soweit man es im dunkeln erkennen konnte, fuhren wir durch eine bergige und mit üppigen Baumbestand bestückte Gegend. In Putty war dann das selbe wie in Colo. So fuhren wir immer weiter bis wir nach Singleton kamen. Dort fanden wir dann auch noch um 21Uhr30 einen Chinesen, der noch geöffnet hatte und wir bekamen nun endlich unser Abendessen. War nicht schlecht, einfach aber gut. In Singleton selbst ist nichts los, eine Stadt die von der Umliegenden Kohlegewinnung lebt und sehr einfach ist.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Nun, nach dem Essen stellte sich nun die Frage, wo parken wir über die Nacht hindurch und somit wo wird geschlafen. Mitten in eine solche Arbeiterstadt sich an den Wegrand zu stellen und zu schlafen ist auch etwas blöd. Doch ganz in der Nähe sahen wir auf einem Informationsschild, daß sich hier ein See befinden soll. Der Lake St.Claire. Dort ist auch eine Picknickarea eingezeichnet. Wir also gegen 22Uhr20 dahin. Die Strecke zog sich immer bergauf. Nach dem kurzen Stück auf der Informationskarte zu schließen, konnte es nicht weit sein. Nicht weit? Für australische Verhältnisse sind 30km bergauf nicht weit. Bitte Bild klicken für VergrösserungMitten in der Nacht fanden wir dann die Picknickarea und fuhren hinein. Ein schmales Sträßchen durch Wiesen und Wälder. Dann ein beleuchtetes Haus. Haus? Nein nur eine Wasserstation mit Toilette und einem Schild "Picknickarea". Angekommen, aber wo nun parken. Da sahen wir in etwa 200mtr. Entfernung ein Feuer brennen. Noch andere Camper? Richtig. Einige Aussie`s. Ich fragte sie, ob man hier überall Campen darf und in Ihrer freundlichen Art sagten sie mir das man sich hier hinstellen kann wo man will. Bitte Bild klicken für VergrösserungGesagt getan. Unter einigen Bäumen stellten wir den Camper ab und bauten unser Bett auf. Noch ein kleiner Schlummertrunk und dann wurde geschlafen. Wir waren gespannt auf den morgigen Tag, um zu sehen, wo wir da eigentlich waren.